Dr. Deborah Birx, die Koordinatorin der Covid-19-Bekämpfung in den USA sagt, dass der Ausbruch Monate dauern könnte. Präsident Donald Trump hört zu. © Jabin Botsford/​The Washington Post/​Getty Images

Kalifornien und New York sind schon Risikogebiete, weitere werden in den USA folgen: Das bisschen Coronavirus, wie US-Präsident Donald Trump es lange herunterspielen wollte, trifft nun auch die US-Amerikaner mit voller Wucht. Nachdem Trump zunächst Fakten und Wissenschaft ignorierte und versuchte, den Europäern die Schuld für die Krise zuzuschieben, bemüht er sich nun, als Krisenpräsident zu punkten. Hält Ansprachen an die Nation, verkündet den nationalen Notstand, kündigt wirtschaftliche Rettungspakete an.  

Doch sein Krisenmanagement folgt keinem Plan und keiner Strategie. Darüber hinaus haben die USA noch ein weiteres Problem als nur eine erratische Führung in Washington: Das US-amerikanische Gesundheitssystem ist einer Pandemie wie dieser nicht gewachsen. Die Infrastruktur ist schlecht, Millionen Menschen sind trotz Obamacare nicht krankenversichert. Homeoffice ist im Niedriglohnsektor und in der Dienstleistungsbranche kaum umsetzbar. Und einfach mal krank sein ist in den USA, dem Land der vermeintlich unbegrenzten Möglichkeiten, für viele Bürgerinnen und Bürger unmöglich, weil sie sich den Verdienstausfall nicht leisten können.   

Rieke Havertz und Klaus Brinkbäumer moderieren den Podcast "OK, America?". © Andreas Prost; Horst Galuschka/​imago

Wie die USA mit der Corona-Krise umgehen, ob Donald Trump oder die Demokraten im Präsidentschaftswahlkampf davon profitieren könnten und wie hart das Virus die Vereinigten Staaten treffen könnte, darüber sprechen wir in unserem neuen transatlantischen Podcast OK, America?. Er erscheint alle zwei Wochen donnerstags.

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