US-Präsident Donald Trump hat dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un nach Angaben der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zufolge in einem persönlichen Brief die Verbesserung der gemeinsamen Beziehungen nahegegelegt. Die KCNA beruft sich auf eine Stellungnahme von Kims Schwester Kim Yo Jong.

In dem Schreiben habe Trump seinen Plan dargelegt, die Beziehungen zwischen den beiden Ländern voranzubringen. Trump habe außerdem eine "Zusammenarbeit bei den Anti-Epidemie-Bemühungen" angeboten. Laut Kim Yo Jong habe Trump in dem Brief ausgedrückt, dass er von Kim Jong Uns Vorgehen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beeindruckt sei. Nordkorea hat bisher keinen Coronavirus-Fall berichtet, möglicherweise hat das Virus das international isolierte Land aber bereits erreicht.

Zwei neue Raketentests

Am Samstag hat Nordkorea nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Informationen der südkoreanische Armee erneut zwei Kurzstreckenraketen getestet. Vor zwei Wochen wurden aus Nordkorea ebenfalls mehrere Raketen gestartet. Das Land verstößt so gegen die geltenden UN-Resolutionen. In einer Mitteilung an die Regierung Südkoreas hieß es bereits, dass Nordkorea seine Raketentests weiterführen wolle, solange Südkorea Militärübungen mit den USA abhält.

Wegen seines Atomwaffenprogramms steht Nordkorea unter strikten Sanktionen der USA und der UN. Kim hoffte zuletzt vergeblich auf die Aufhebung der Maßnahmen. Seit den gescheiterten Atomverhandlungen zwischen den USA und Nordkorea im Februar 2019 gab es keine weitere Annäherung zwischen Donald Trump und Kim Jong Un im Atomstreit. Zuletzt forderte Nordkorea eine "absolute Zustimmung" der USA hinsichtlich der Themen Nordkoreas als Bedingung für eine erneute Aufnahme der Gespräche.