In einer gemeinsamen Erklärung zum Syrien-Krieg haben Deutschland, Frankreich, die USA und Großbritannien die Führung in Damaskus aufgefordert, das "rücksichtslose Töten" im Land zu beenden. Die Regierung von Staatschef Baschar al-Assad müsse den Willen des syrischen Volkes akzeptieren. Es verdiene ein Leben in Frieden, ohne Bombardierungen, Chemiewaffenangriffe, willkürliche Verhaftungen sowie Folter und Hunger, hieß es in der vom Auswärtigen Amt veröffentlichten Erklärung der vier Nato-Verbündeten.

Das Assad-Regime müsse für die von ihm begangenen Gräueltaten zur Verantwortung gezogen werden. Diejenigen, die für Verbrechen gegen die Menschlichkeit und für Kriegsverbrechen verantwortlich seien, müssten ausfindig gemacht und zur Rechenschaft gezogen werden, hieß es in der Stellungnahme, die zum neunten Jahrestag des Kriegsbeginns im März 2011 veröffentlicht wurde.

Keine militärische Lösung

Die militärische Lösung, die das syrische Regime mit Unterstützung Russlands und Irans anstrebe, werde keinen Frieden bringen. Die Führung in Damaskus müsse die UN-Sicherheitsratsresolution 2254 befolgen, einschließlich einer landesweiten Waffenruhe, einer Verfassungsreform, der Freilassung von willkürlich inhaftierten Personen sowie freien und fairen Wahlen.

Die vier westlichen Staaten erinnerten in ihrer Erklärung daran, dass in dem neun Jahre andauernden Krieg mehr als 500.000 Syrer getötet und elf Millionen Menschen vertrieben wurden.

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef teilte mit, es seien seit März 2011 mindestens 4,8 Millionen Kinder im Konfliktgebiet und eine weitere Million Kinder als Flüchtlinge zur Welt gekommen.