In den USA ist die Abgeordnete Tulsi Gabbard aus dem Präsidentschaftsrennen der Demokraten ausgestiegen. Die 38-jährige Politikerin gab ihren Rückzug bekannt und stellte sich zugleich hinter Präsidentschaftsbewerber Joe Biden. Ihm werden die größten Chancen zugerechnet, für die Demokraten gegen Amtsinhaber Donald Trump anzutreten.

Gabbard sagte, sie stimme mit dem früheren Vizepräsidenten zwar nicht bei jedem Thema überein. Er habe aber ein "gutes Herz" und sei von seiner "Liebe" für die USA motiviert.

Gabbard war im Vorwahlkampf der Demokraten von Anfang an Außenseiterin. Sie nahm im vergangenen Jahr aber an einigen TV-Debatten der Demokraten teil. Bei den bisherigen Vorwahlen gewann sie lediglich zwei Delegiertenstimmen. Gabbard stammt von den Samoa-Inseln und vertritt im US-Repräsentantenhaus den Bundesstaat Hawaii. Sie wurde 2013 als erste Anhängerin des Hinduismus in die Kongresskammer gewählt.

Bei den Vorwahlen ist Biden inzwischen klarer Favorit für die Präsidentschaftskandidatur gegenüber seinem linksgerichteten Rivalen Bernie Sanders. Nach einer Reihe von Wahlniederlagen ist der Druck auf den Senator aus Vermont gewachsen, aus dem Präsidentschaftsrennen auszusteigen.

Sanders war auch bei den Vorwahlen für die letzte Präsidentschaftswahl 2016 der Kandidatin unterlegen, die von der Parteispitze der Demokraten unterstützt wurde: Hillary Clinton. Sie vermochte es damals nicht, Donald Trump zu schlagen.