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An dieser Stelle bündeln wir wichtige Corona-Meldungen aus aller
Welt, heute unter anderem aus der Republik Kongo, Griechenland, Japan und Taiwan.
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Wichtige Beiträge
Tina Groll
Bulgarien verhängt neuen Teil-Lockdown
In Bulgarien gilt ab Montag wegen besorgniserregend steigender Fallzahlen erneut ein Teil-Lockdown. Bis Ende März schließen Restaurants und Cafés, Fitnessstudios und Sportzentren sowie Kitas, Schulen und Universitäten - zum dritten Mal seit Beginn der Pandemie. Auch Theater, Kinos und Museen sowie größere Nicht-Lebensmittelgeschäfte müssen schließen.
Die Flaniermeile Witoscha der Hauptstadt war am Montag menschenleer. Lokale und Geschäfte hatten am Wochenende noch einmal zahlreiche Kundinnen und Kunden empfangen. In dem EU-Land waren erst Anfang März die meisten Corona-Beschränkungen aufgehoben worden.
Die 14-Tage-Inzidenz war zuletzt auf 483 Neuansteckungen pro 100.000 Menschen gestiegen. Bulgarien steht ab Sonntag auf der deutschen Liste der Hochinzidenzgebiete. Hotspots sind neben der Hauptstadt Sofia auch die Regionen Burgas und Warna am Schwarzen Meer.
Nur Supermärkte, Apotheken, Optiker sowie Banken und Versicherungen dürfen noch geöffnet bleiben. Dies gilt auch für ihre Filialen in Einkaufszentren, wo andere Läden und Lokale geschlossen wurden. Tankstellen sind vom Teil-Lockdown nicht betroffen.
Die 14-Tage-Inzidenz war zuletzt auf 483 Neuansteckungen pro 100.000 Menschen gestiegen. Bulgarien steht ab Sonntag auf der deutschen Liste der Hochinzidenzgebiete. Hotspots sind neben der Hauptstadt Sofia auch die Regionen Burgas und Warna am Schwarzen Meer.
Nur Supermärkte, Apotheken, Optiker sowie Banken und Versicherungen dürfen noch geöffnet bleiben. Dies gilt auch für ihre Filialen in Einkaufszentren, wo andere Läden und Lokale geschlossen wurden. Tankstellen sind vom Teil-Lockdown nicht betroffen.
Tina Groll
In Pakistan werden auch Haftstrafen bei Verstößen verhängt. Farooq Naeem/AFP/Getty Images
Pakistan will Corona-Verstöße strenger bestrafen
Pakistans Behörden wollen verstärkt Corona-Verstöße ahnden. Lokale Verwaltungsbehörden seien angewiesen worden, die Umsetzung der verhängten Maßnahmen zu verschärfen und gegen Verstöße vorzugehen, teilte der für die Pandemiebekämpfung zuständige Planungsminister Asad Umar auf Twitter mit.
Eine Einzelperson könne für Verstöße bis zu einem Monat lang inhaftiert werden, sagte der Leiter der Zivilverwaltung für die Hauptstadt Islamabad, Muhammad Hamza Shafqat. Am Sonntag wurden bereits Hunderte Geschäfte, Hochzeitssäle und Plätze wegen Verstößen versiegelt.
Die Behörden haben vor allem in städtischen Virus-Hotspots Einschränkungen verhängt. Ab Dienstag dürfen Flugzeuge aus zwölf vor allem afrikanischen und südamerikanischen Ländern nicht mehr landen.
Tina Groll
Mit der Impfung soll verloren gegangenes Vertrauen in den Impfstoff zurückgewonnen werden. Lithuanian President's Office/AP/dpa
Litauens Staatsführung mit AstraZeneca geimpft
In Litauen ist die politische Führung des Landes vor laufender Kamera geimpft worden. Staatspräsident Gitanas Nausėda und Regierungschefin Ingrida Šimonytė bekamen in Kliniken der Hauptstadt Vilnius jeweils die erste von zwei Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca verabreicht. Damit sollte nach dem zeitweisen Stopp der Corona-Impfungen das Vertrauen in das Mittel demonstriert werden. Auch Parlamentspräsidentin Viktorija Čmilytė-Nielsen und Gesundheitsminister Arūnas Dulkys sollten geimpft werden.
Litauen hatte – wie viele andere europäische Länder – in der Vorwoche die Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff vorübergehend ausgesetzt, um mögliche Nebenwirkungen zu prüfen. Nach der Freigabe durch die Europäische Arzneimittelbehörde wird das Präparat in dem Land wieder gespritzt. Nausėda und Šimonytė appellierten an die Bevölkerung Litauens, es ihnen nachzutun und sich impfen zu lassen.
Tina Groll
Ungarn lässt weitere Impfstoffe zu
Ungarn gibt die Notfallzulassung von zwei weiteren Impfstoffen bekannt: dem des chinesischen Konzerns CanSino Biologics sowie Covishield, dem Markennamen des AstraZeneca-Mittels, wie es in Indien vom Serum Institute hergestellt wird. Unklar ist zunächst, wie sie eingesetzt werden sollen. Wenn beide auch vom Nationalen Gesundheitszentrum für die Breitenanwendung zugelassen werden, hätte Ungarn Zugriff auf sieben Impfstoffe.
Konstantin Zimmermann
Der Strand in Santa Cruz de Tenerife. Arturo Jimenez/dpa
Spanien hofft auf steigende Besucherzahlen
2019 hatte Spanien mit mehr als 80 Millionen Touristen die zweithöchste Zahl ausländischer Besucherinnen und Besucher weltweit. Durch Reisebeschränkungen in der Pandemie sank die Zahl im vergangenen Jahr um 80 Prozent. Spaniens Tourismusministerin Reyes Maroto hofft nun auf eine deutliche Erholung des Tourismus im laufenden Jahr: "Vielleicht ist das ideale Ziel, die Hälfte der Touristen zu bekommen, die wir 2019 hatten", sagt Maroto.
2019 hatte Spanien mit mehr als 80 Millionen Touristen die zweithöchste Zahl ausländischer Besucherinnen und Besucher weltweit. Durch Reisebeschränkungen in der Pandemie sank die Zahl im vergangenen Jahr um 80 Prozent. Spaniens Tourismusministerin Reyes Maroto hofft nun auf eine deutliche Erholung des Tourismus im laufenden Jahr: "Vielleicht ist das ideale Ziel, die Hälfte der Touristen zu bekommen, die wir 2019 hatten", sagt Maroto.
Für Mallorca gilt in Deutschland seit Kurzem keine Reisewarnung mehr, Flüge dorthin waren rasch ausgebucht. Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, verteidigte die Aufhebung der Reisewarnung für Mallorca. Eine Warnung sei wegen der dortigen Inzidenz von unter 30 Fällen je 100.000 Einwohner nicht mehr angemessen, sagt Bareiß dem Sender Phoenix. Eine Reise nach Mallorca sei sicher.
Tina Groll
Studie sieht kein erhöhtes Thrombose-Risiko bei AstraZeneca-Impfstoff
Der Impfstoff von AstraZeneca und der Oxford University ist nach Angaben des Pharmaunternehmens basierend auf einer Studie in den USA zu 79 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung mit Symptomen effektiv. Zudem sei er zu 100 Prozent wirksam dabei, eine schwere Erkrankung und einen Krankenhausaufenthalt zu verhindern.
Den Expertinnen und Experten zufolge wirkt der Impfstoff in allen Altersgruppen, auch bei älteren Menschen. Diese Wirkung war bei vorherigen Studien nicht ermittelt worden. Auch fanden die Forschenden keinen Hinweis auf ein erhöhtes Thrombose-Risiko. Die Ergebnisse der Untersuchung mit mehr als 32.000 Teilnehmenden wurden am Montag bekannt gegeben. Sie ist nötig, um den Zulassungsprozess in den USA voranzutreiben.
Stella Schalamon
Thailand beginnt Studien am Menschen mit heimischem Impfstoff
In Thailand haben Studien am Menschen mit dem im Land entwickelten Impfstoff begonnen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums soll er der Regierung mehr Spielraum in der Impfpolitik verschaffen.
Der Impfstoff, der von Thais für Thais hergestellt wird, soll im nächsten Jahr zum Einsatz kommen.
Piyasakol Sakolsatayadorn, Vorsitzender der Führung der Mahidol-Universität
Stella Schalamon
Kinobesuch mit Popcorn und Maske: In Kalifornien geht das seit einigen Tagen wieder. Valerie Macon/AFP/Getty Images
Neuinfektionen in den USA gehen zurück
Mit mehr als 542.000 Toten und 29,8 Millionen Infizierten sind die Vereinigten Staaten in absoluten Zahlen das weltweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land. Inzwischen sind aber auch schon mehr als 81,4 Millionen Menschen mindestens einmal geimpft. Insgesamt haben die USA knapp 330 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner.
In den USA geht die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter zurück. Die Behörden meldeten für Sonntag insgesamt 33.243 neue Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervorging. Am Sonntag der Vorwoche waren noch 38.222 neue Infektionen registriert worden. Die Zahl der neuen Todesfälle mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion lag bei 430. Eine Woche zuvor waren es noch 579 gewesen.
Mit mehr als 542.000 Toten und 29,8 Millionen Infizierten sind die Vereinigten Staaten in absoluten Zahlen das weltweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land. Inzwischen sind aber auch schon mehr als 81,4 Millionen Menschen mindestens einmal geimpft. Insgesamt haben die USA knapp 330 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner.
Stella Schalamon
Republik Kongo: Oppositionskandidat stirbt an Covid-19
Kurz nach der Präsidentenwahl in der zentralafrikanischen Republik Kongo ist der wichtigste Kandidat der Opposition, Guy Brice Parfait Kolélas, gestorben. Nach Angaben seines Wahlkampfteams erlag der 61-Jährige den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. Demnach war Kolélas mit einem medizinischen Flugzeug aus der Hauptstadt Brazzaville auf dem Weg nach Frankreich. Während des Flugs habe er Atemwegskomplikationen bekommen und sei dann kurz nach der Landung gestorben, sagte sein Wahlkampfleiter Christian Cyr Mayanda.
Stella Schalamon
Angelos Tzortzinis/AFP/Getty Images
Athen verpflichtet freiberufliche Ärzte zu Corona-Dienst
Wegen der anhaltend hohen Corona-Zahlen und der Erschöpfung der Ärzte in staatlichen Krankenhäusern hat Griechenland freiberufliche Ärzte zum Dienst verpflichtet. Die Regierung in Athen veröffentlichte einen entsprechenden Erlass. Zuvor hatte das Gesundheitsministerium erklärt, dass 200 Mediziner benötigt würden, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Einem Appell, sich freiwillig zu melden, folgten bis Sonntagabend nach einem TV-Bericht jedoch nur 61 Ärzte.
Wegen der anhaltend hohen Corona-Zahlen und der Erschöpfung der Ärzte in staatlichen Krankenhäusern hat Griechenland freiberufliche Ärzte zum Dienst verpflichtet. Die Regierung in Athen veröffentlichte einen entsprechenden Erlass. Zuvor hatte das Gesundheitsministerium erklärt, dass 200 Mediziner benötigt würden, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Einem Appell, sich freiwillig zu melden, folgten bis Sonntagabend nach einem TV-Bericht jedoch nur 61 Ärzte.
Leider hat sich nur eine kleine Zahl gemeldet. Wir verpflichten die Ärzte jetzt zum Dienst, um die Krankenhäuser zu stärken.
Gesundheitsminister Vassilis Kikilias
Die gesetzliche Grundlage hatte die Regierung bereits im vergangenen Jahr geschaffen. Das Notfallgesetz erlaubt es auch, private Kliniken in die Pflicht zu nehmen.
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen war in Griechenland trotz strenger Maßnahmen in den vergangenen Wochen ungebremst gestiegen. Experten vermuten, dass sich viele Menschen in dem 1,7-Millionen-Einwohner-Land zunehmend ohne Vorsichtsmaßnahmen treffen, weil sie coronamüde sind. Am Sonntag registrierte die Gesundheitsbehörde 1.514 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Zahl der Patienten, die beatmet werden müssen, stieg auf 674. Damit sind die Intensivbetten fast vollständig belegt.
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen war in Griechenland trotz strenger Maßnahmen in den vergangenen Wochen ungebremst gestiegen. Experten vermuten, dass sich viele Menschen in dem 1,7-Millionen-Einwohner-Land zunehmend ohne Vorsichtsmaßnahmen treffen, weil sie coronamüde sind. Am Sonntag registrierte die Gesundheitsbehörde 1.514 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Zahl der Patienten, die beatmet werden müssen, stieg auf 674. Damit sind die Intensivbetten fast vollständig belegt.
Stella Schalamon
Japaner müssen Kirschblüte dieses Jahr im Gehen feiern
Sobald die ersten Blüten sprießen, beginnt in Japan die Zeit der Kirschblüte, der sakura. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Die Gouverneurin von Tokio hat die Bevölkerung wie schon im Vorjahr gebeten, auf die traditionell feucht-fröhlichen Feiern beim Hanami, der Blütenschau, zu verzichten. Statt mit viel Essen und Alkohol unter den Bäumen zu sitzen, sollen sich die Bürger mit einem Spaziergang an den Bäumen vorbei begnügen – mit Maske natürlich. "Aruki hanami", "Blütenschau im Gehen", lautet das Motto.
Sobald die ersten Blüten sprießen, beginnt in Japan die Zeit der Kirschblüte, der sakura. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Die Gouverneurin von Tokio hat die Bevölkerung wie schon im Vorjahr gebeten, auf die traditionell feucht-fröhlichen Feiern beim Hanami, der Blütenschau, zu verzichten. Statt mit viel Essen und Alkohol unter den Bäumen zu sitzen, sollen sich die Bürger mit einem Spaziergang an den Bäumen vorbei begnügen – mit Maske natürlich. "Aruki hanami", "Blütenschau im Gehen", lautet das Motto.
Menschen spazieren bei Regen an Kirschblüten im Ueno-Park vorbei. kyodo/dpa
So sind im Ueno-Park in Tokio mit seinen 1.000 Kirschbäumen die Bereiche unter den Bäumen abgesperrt. Auf besonders stark genutzten Wegen gilt Einbahnverkehr. Normalerweise begeben sich jedes Jahr mehr als drei Millionen Menschen in den Ueno-Park, um unter dem prächtigen Blütenmeer gesellige Stunden mit Freundinnen und Kollegen zu verbringen.
Auch andernorts sind die Feiern unter den Kirschbäumen dieses Jahr untersagt. Restaurants entlang beliebter Hanami-Spots sind aufgerufen, auf Straßenverkauf zu verzichten. Die Behörden haben die Betreiber von Restaurants und Bars zudem aufgefordert, bis Ende März schon um 21 Uhr zu schließen, also nur eine Stunde später als während des Notstands, der in Tokio am Sonntag endete. Doch sind die Aufrufe rechtlich nicht bindend.
Auch andernorts sind die Feiern unter den Kirschbäumen dieses Jahr untersagt. Restaurants entlang beliebter Hanami-Spots sind aufgerufen, auf Straßenverkauf zu verzichten. Die Behörden haben die Betreiber von Restaurants und Bars zudem aufgefordert, bis Ende März schon um 21 Uhr zu schließen, also nur eine Stunde später als während des Notstands, der in Tokio am Sonntag endete. Doch sind die Aufrufe rechtlich nicht bindend.
Stella Schalamon
Taiwan startet Impfkampagne mit AstraZeneca-Impfstoff
Taiwan hat mit dem Impfstoff von AstraZeneca seine Impfkampagne gegen das Coronavirus eingeleitet. Der taiwanische Ministerpräsident Su Tseng-chang ließ sich am Montag in der Hauptstadt Taipeh zuerst impfen. "Nach 30 Minuten Ruhe gibt es keine Anzeichen für irgendein Unwohlsein", sagte er. Wer geimpft wird, soll 30 Minuten ruhen, um mögliche Nebenwirkungen feststellen zu können.
Taiwan hat mit dem Impfstoff von AstraZeneca seine Impfkampagne gegen das Coronavirus eingeleitet. Der taiwanische Ministerpräsident Su Tseng-chang ließ sich am Montag in der Hauptstadt Taipeh zuerst impfen. "Nach 30 Minuten Ruhe gibt es keine Anzeichen für irgendein Unwohlsein", sagte er. Wer geimpft wird, soll 30 Minuten ruhen, um mögliche Nebenwirkungen feststellen zu können.
Menschen machen Fotos im ausgetrockneten Bett des Touqian-Flusses in Hsinchu. Ann Wang/Ann Wang
Taiwan hat 117.000 Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca und will diese an genau so viele Personen vergeben. Mit der ersten Dosis wird nach Behördenangaben eine Wirksamkeitsrate von 71 Prozent erreicht, mit der zweiten Dosis soll die Wirksamkeit auf 81 Prozent steigen. Die Impfungen erhalten zunächst Mitarbeitende des Gesundheitswesens.
Taiwan bekommt nach Verträgen zehn Millionen Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs. Es erwartet auch 5,05 Millionen Dosen des Impfstoffs von Moderna und 4,76 Millionen Dosen von Impfstoffen, die im Rahmen des globalen Impfprogramms Covax vergeben werden. Chinesische Impfstoffe wird das Land nicht nutzen. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz. Das taiwanische Gesetz verbietet die Einfuhr von chinesischen Impfstoffen für die Verwendung beim Menschen.
Taiwan bekommt nach Verträgen zehn Millionen Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs. Es erwartet auch 5,05 Millionen Dosen des Impfstoffs von Moderna und 4,76 Millionen Dosen von Impfstoffen, die im Rahmen des globalen Impfprogramms Covax vergeben werden. Chinesische Impfstoffe wird das Land nicht nutzen. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz. Das taiwanische Gesetz verbietet die Einfuhr von chinesischen Impfstoffen für die Verwendung beim Menschen.
Christina Felschen
Fed-Notenbanker sieht USA kurz vor vollständiger Erholung
Die Impfstoffe sind auf dem Vormarsch, die Fallzahlen und Krankenhausaufenthalte gehen zurück.
Fed-Notenbanker Thomas Barkin
Der Fed-Notenbanker Thomas Barkin ist optimistisch, dass die US-Wirtschaft nach der Corona-Rezession "kurz vor der vollständigen Erholung" steht. "Überschüssige Ersparnisse und fiskalische Anreize sollten dazu beitragen, die aufgestaute Nachfrage der Verbraucher zu finanzieren, die durch die Impfstoffe und das wärmere Wetter freigesetzt wird", sagte der Währungshüter der Notenbank. Er sei daher zuversichtlich, dass die Erholung der Wirtschaft bald erreicht sei.
Auch das kürzlich in Kraft getretene Konjunkturpaket in Höhe von 1,9 Billionen Dollar habe einen Anstieg der Haushaltseinkommen und Ersparnisse bewirkt, der helfe, den massiven Arbeitsplatzverlust auszugleichen.
Sobald die Pandemie allerdings vorüber sei, sollte sich die Regierung darauf konzentrieren, "die Marktkräfte wirken zu lassen", damit die Politik nicht "die Gründung der Unternehmen von morgen behindert, wenn sie versucht, die Unternehmen von heute zu schützen", warnte Barkin. Die Fed kündigte vergangene Woche an, trotz rosiger Konjunkturaussichten noch länger am Niedrigzins festzuhalten.
Christina Felschen
Vertrauen der Europäerinnen und Europäer in AstraZeneca-Impfstoff gesunken
Nach den Turbulenzen um den Corona-Impfstoff von AstraZeneca ist das Vertrauen in die Vakzine in mehreren europäischen Ländern deutlich gesunken. Laut einer repräsentativen Umfrage des britischen Instituts YouGov hält eine Mehrheit der Menschen in Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien den Impfstoff für unsicher. Demnach erhöhte sich der Anteil der Deutschen, die dem AstraZeneca-Präparat misstrauen, innerhalb eines Monats um 15 Prozentpunkte auf 55 Prozent. Nur 32 Prozent der Bundesbürger stuften ihn als sicher ein.
Menschen genießen das schöne Wetter am Ufer der Seine in Paris. Gonzalo Fuentes/Reuters
In Großbritannien geben weiterhin mehr als drei von vier Menschen an, dass sie das Mittel für sicher halten. Das Vertrauen in die Corona-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna blieb laut YouGov derweil konstant.
Nach Berichten über Blutgerinnsel im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung hatten zahlreiche europäische Staaten die Verwendung der Astrazeneca-Vakzine gestoppt. Die EU-Arzneimittelbehörde bekräftigte nach einer erneuten Überprüfung aber ihre Einschätzung, dass der Impfstoff "sicher und wirksam" sei. Deutschland und mehrere andere Länder ordneten daraufhin die Wiederaufnahme der Impfungen an.