Bevor Chrystal offen spricht, muss sie erst was klarstellen. "Du hältst mich doch nicht für einen Redneck, oder?" Über ihre randlose Brille hinweg trifft mich im Rückspiegel ein scharfer, aber nicht unfreundlicher Blick. Rednecks, das ist das Klischee der weißen Arbeiterschicht der Südstaaten, bildungsfern und reaktionär. Chrystal Behzad, Tochter eines Metallarbeiters und einer Hausfrau, lebt im ländlichen Tennessee, hangelt sich von Job zu Job und ist nie auf ein College gegangen. Aber sie versteht sich als eine weltoffene Frau, keine von den "Irren". Die Irren, das sind für sie die, die auf Trumps Wahlkampfveranstaltungen in die Kameras grölen und ihre Vorgärten mit Schildern pflastern.
Wählerinnen von Donald Trump: "Es tut mir weh, das zuzugeben, aber er hat wirklich verloren"
Weiße Frauen galten als Hoffnung der Demokraten im US-Wahlkampf. Dann stimmten sie erneut für Trump. Warum? Und wie blicken sie in die Zukunft? Ein Besuch an der Basis