In Großbritannien gilt seit dem 19. Juli die neue Freiheit, Corona-Pandemie hin oder her. Kein Lockdown, keine Kontrolle des Impfpasses, nicht einmal das Tragen einer Maske ist flächendeckend noch gesetzlich vorgeschrieben. 2G oder gar 2G plus gibt es hier nicht.
Wer im Londoner West-End ins Theater geht, staunt darüber, dass die Vorstellung im Wyndham’s Theatre bis auf den letzten Platz ausgebucht ist und sich die Besucher Ellenbogen an Ellenbogen in die engen Sitze drängen. Niemand fragt nach einem Impfpass. Die Maske – egal was für eine – ist das äußerste, was den Besuchern an Vorsichtsmaßnahmen abverlangt wird. Desgleichen in der National Gallery, die am Eingang zwar die Eintrittskarten prüft, sich aber nicht auch noch den Impfausweis vorlegen lässt. Während in Restaurants in Frankfurt am Main oder Berlin der Impfausweis kontrolliert wird und das Personal regelmäßig die Türen aufreißt, um zu lüften, heißt es in London bei der Restaurant-Kette Carluccio’s nur: "Machen Sie sich mal keine Sorgen. Das gibt es bei uns nicht."