"Erdoğan soll gestorben sein." Das Gerücht verbreitete sich in der Türkei vor einigen Tagen schnell, gleich nachdem der Staatspräsident eine Sitzung seiner Partei, der islamisch-konservativen AKP, hatte absagen lassen und für einen halben Tag nicht zu sehen war. Parteifreunde sollen es in Chatgruppen in Umlauf gebracht haben, war in Ankara hinter verschlossenen Türen zu erfahren, die Regierung selbst äußerte sich nicht wirklich. Stattdessen veröffentlichte sein Kommunikationschef Fahrettin Altun Stunden später ein kurzes Video: Erdoğan mit gesenktem Kopf, wie er ein paar Schritte auf einem regennassen Empfangsteppich geht. Keine Information, wann oder wo das gewesen sein soll, nur die Worte: "Vertraue dem Freund und fürchte den Feind …" – kurz danach hieß es, dass gegen 30 Menschen, die über das Gerücht getwittert hatten, wegen Präsidentenbeleidigung ermittelt werde.
Recep Tayyip Erdoğan: Gut geht es ihm nicht
Die Gerüchte um Recep Tayyip Erdoğans Gesundheit hören nicht auf. Selbst wenn der türkische Präsident nicht so krank ist, wie erzählt wird: Seine Macht schwindet.