Russland will das Erdgas, das es bislang nach Europa verkauft hat, künftig nach China leiten. Wie der russische Energieminister Alexander Nowak am Rande des Gipfeltreffens der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in Usbekistan ankündigte, sollen es jährlich 50 Milliarden Kubikmeter Gas sein. Die Verträge würden in Kürze unterzeichnet, die geplante Pipeline Kraft Sibiriens 2 werde dabei die Ostseepipeline Nord Stream 2 ersetzen.
Baustart für Kraft Sibiriens 2 ist das Jahr 2024, sagte Nowak. Die zweite Pipeline ist bereits seit September 2020 in Planung. Entgegen früherer Planungen soll die neue Leitung nicht über das Altai-Gebirge führen, sondern von Westsibirien aus über die Mongolei nach China. Darauf hatten sich die mongolische Regierung und der russische Gaskonzern Gazprom verständigt.
Die jährliche Kapazität soll bei 50 Milliarden Kubikmetern Erdgas liegen. Das entspricht in etwa dem Umfang von Nord Stream 2 mit einem Fassungsvermögen von jährlich 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas.
Durch Kraft Sibiriens 1 fließt seit 2019 Gas von Jakutien nach China. Die Pipeline soll bis 2024 ihre volle Kapazität erreichen. Dann sollen 61 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr durch die Leitung fließen, 38 Milliarden Kubikmeter davon nach China. Das hatte der russische Konzern Gazprom mit dem chinesische Konzern CNPC im Jahr 2014 vereinbart.
Aktuell liefert Russland jedoch weniger Erdgas als verabredet. Die Lieferungen sollen nun auf vorerst 20 Milliarden Kubikmeter pro Jahr erhöht werden, sagte Nowak. Der Anschluss des Feldes Kowitka nahe dem Baikalsee im kommenden Jahr werde dies erleichtern.
Der russische Energieminister kündigte zudem den Bau einer weiteren Leitung in den Norden Chinas an. Sie solle in Wladiwostok starten und etwa zehn Milliarden Kubikmeter Gas nach China bringen.
Russland will das Erdgas, das es bislang nach Europa verkauft hat, künftig nach China leiten. Wie der russische Energieminister Alexander Nowak am Rande des Gipfeltreffens der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in Usbekistan ankündigte, sollen es jährlich 50 Milliarden Kubikmeter Gas sein. Die Verträge würden in Kürze unterzeichnet, die geplante Pipeline Kraft Sibiriens 2 werde dabei die Ostseepipeline Nord Stream 2 ersetzen.
Baustart für Kraft Sibiriens 2 ist das Jahr 2024, sagte Nowak. Die zweite Pipeline ist bereits seit September 2020 in Planung. Entgegen früherer Planungen soll die neue Leitung nicht über das Altai-Gebirge führen, sondern von Westsibirien aus über die Mongolei nach China. Darauf hatten sich die mongolische Regierung und der russische Gaskonzern Gazprom verständigt.