Die Europäische Union will die Beilegung des Konflikts zwischen Armenien und Aserbaidschan mit einer zivilen Mission in Armenien unterstützen. Die Mission solle bei der Festlegung der Grenzen zu Aserbaidschan helfen, hieß es in einer Erklärung, die nach einem Treffen von Armeniens Ministerpräsident Nikol Paschinjan, dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilcham Alijew, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und EU-Ratspräsident Charles Michel veröffentlicht wurde.

Die Mission soll demnach im Oktober beginnen und maximal zwei Monate dauern. Ihr Ziel sei es, Vertrauen zwischen Armenien und Aserbaidschan aufzubauen.

Zwischen Armenien und Aserbaidschan herrscht seit Jahrzehnten ein Konflikt. Erst vor wenigen Wochen war dieser nach einem Angriff Aserbaidschans auf Armenien wieder aufgeflammt. Die Angriffe auf Stellungen nahe den armenischen Städten Goris, Sotk und Dschermuk hatte die aserbaidschanische Regierung mit einem angeblichen armenischen Sabotageakt begründet. Mindestens 286 Menschen auf beiden Seiten wurden getötet, inzwischen herrscht eine Waffenruhe.

Nach einem ersten Krieg in den Neunzigerjahren hatten sich Armenien und Aserbaidschan im Herbst 2020 erneut einen Krieg um die umstrittene Region Bergkarabach geliefert. Die sechswöchigen Gefechte mit mehr als 6.500 Toten wurden durch ein von Russland vermitteltes Waffenstillstandsabkommen beendet. Dabei musste Armenien große Gebiete aufgeben.

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