Die Brics-Gruppe hat sich auf die Aufnahme neuer Mitglieder geeinigt: Saudi-Arabien, der Iran, die Vereinigten Arabischen Emirate, Argentinien, Ägypten und Äthiopien werden zum 1. Januar 2024 dazugehören, wie der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa beim Gipfel der Allianz in Johannesburg ankündigte.
Der Gruppe der wichtigsten Schwellenländer gehören bisher Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika an. Eine Erweiterung, auf die etwa China drängte, soll dem Block mehr globales Gewicht verleihen. Vor allem China und Russland dringen auf ein Gegengewicht zum Westen, Brasilien lehnt dagegen eine Frontstellung etwa zu dem G7-Bündnis der wichtigsten westlichen Industrieländer ab.
23 weitere Länder haben Beitritt beantragt
Es ist die zweite Erweiterung für die Gruppe, die 2009 gegründet wurde. Südafrika kam erst im Jahr darauf dazu.
Zahlreiche weitere Mitglieder sollen aufgenommen werden. Nach Angaben der südafrikanischen Außenministerin Naledi Pandor haben etwa 40 Staaten mehr oder weniger verbindlich Interesse an einer Brics-Mitgliedschaft bekundet, 23 davon konkret. Zu diesem Kreis zählen Algerien, Kuwait, Bangladesch, Venezuela und Thailand. Die Beitrittskriterien dafür wurden noch nicht öffentlich verkündet.
In den fünf Brics-Ländern
leben bereits 40 Prozent der Weltbevölkerung, sie sind für mehr als 30
Prozent der globalen Wirtschaftsleistung verantwortlich. Den Brics-Staaten
fällt es mitunter schwer, eine kohärente Politik zu verfolgen, weil sie
in Politik und Wirtschaft unterschiedliche Prioritäten setzen und China
und Indien zudem auf wichtigen Feldern Rivalen sind.
Putin nur per Videoschalte dabei
Chinas Präsident Xi Jinping, Brasiliens Luiz Inácio Lula da Silva,
Indiens Premierminister Narendra Modi und Gastgeber Ramaphosa sind vor Ort in
Johannesburg. Der russische Präsident Wladimir Putin wird per Video
zugeschaltet. Wäre er angereist, hätte er befürchten müssen, wegen
mutmaßlicher Kriegsverbrechen während der russischen Invasion in der
Ukraine festgenommen zu werden. Der Internationale Strafgerichtshof in
Den Haag hatte einen Haftbefehl erlassen.
Die Brics-Gruppe hat sich auf die Aufnahme neuer Mitglieder geeinigt: Saudi-Arabien, der Iran, die Vereinigten Arabischen Emirate, Argentinien, Ägypten und Äthiopien werden zum 1. Januar 2024 dazugehören, wie der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa beim Gipfel der Allianz in Johannesburg ankündigte.
Der Gruppe der wichtigsten Schwellenländer gehören bisher Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika an. Eine Erweiterung, auf die etwa China drängte, soll dem Block mehr globales Gewicht verleihen. Vor allem China und Russland dringen auf ein Gegengewicht zum Westen, Brasilien lehnt dagegen eine Frontstellung etwa zu dem G7-Bündnis der wichtigsten westlichen Industrieländer ab.