Vincent Rastfeld

Erneute Angriffe auf ukrainische Infrastruktur

Bei russischen Angriffen auf Infrastrukturobjekte in der Ukraine ist mindestens ein Mensch getötet worden. Ein 65-Jähriger starb demnach bei einem Drohnenangriff auf eine Haltestelle in Cherson, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

In den Regionen Sumy, nahe der ukrainisch-russischen Grenze, und in der zentralukrainischen Region Poltawa wurden ebenfalls Angriffe auf zivile Infrastruktur gemeldet: In Sumy kam es laut Angaben des Regionalgouverneurs zu einem Angriff auf einen Bus, bei dem zwei Menschen verletzt wurden. In Poltawa gab es laut örtlicher Regionalvertretung Probleme bei der Strom- und Wasserversorgung. Der Zivilschutz der Region meldete außerdem beschädigte Lagerräume, Eisenbahninfrastruktur und Verwaltungsgebäude.
Vincent Rastfeld

Russland meldet Drohnenangriff auf Ölregion im Westen Sibiriens

Russischen Angaben zufolge wurden am Montagabend drei Drohnen in der westsibirischen Region Tjumen gesichtet. Auf dem Gelände eines Unternehmens sollen die Drohnen entdeckt und unschädlich gemacht worden sein. Laut der örtlichen Regionalverwaltung gab es keine Schäden auf dem Gelände oder verletzte Personen.

Von der ukrainischen Regierung gibt es bisher keine offizielle Stellungnahme zu dem Vorfall. Auf dem ukrainischen Telegram-Kanal "Exilenova" kursiert derzeit die Meldung, dass eine Ölraffinerie in Tjumen getroffen worden sein soll. Ein Beweisfoto zeigt allerdings nur leichte Schäden an einer Schutzwand vor Öltanks. Die Herkunft des Bildes lässt sich nicht unabhängig verifizieren.

Tjumen gehört zum asiatischen Teil Russlands und liegt über 2.000 Kilometer entfernt von der Frontlinie. Ein direkter Angriff von ukrainischem Boden auf Tjumen wäre das erste Mal, dass eine Langstreckendrohne das Uralgebirge überflogen hätte.
Vincent Rastfeld

Finnischer Präsident möchte Trump Nachrichten aus Kyjiw überbringen

Der finnische Präsident Alexander Stubb hat angekündigt, US-Präsident Donald Trump Botschaften von seinen Besuchen in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw überbringen zu wollen.
Stubb wird am 9. und 10. Oktober in Washington, D. C. sein, um Gespräche mit Donald Trump zu führen. Im Mittelpunkt werden voraussichtlich die Beziehungen zwischen den USA und Finnland sowie der Krieg Russlands gegen die Ukraine stehen.
Timo Stukenberg
Timo Stukenberg

Russland nimmt mehrere Orte in den Regionen Charkiw und Donezk ein

Russische Streitkräfte haben in den Regionen Charkiw und Donezk zahlreiche Siedlungen unter ihre Kontrolle gebracht. Das meldet das Institute for the Study of War (ISW) in seinem täglichen Lagebild. Den Angaben der Militärexpertinnen und -experten zufolge sind russische Truppen in der Region Charkiw südöstlich von Kupjansk und nahe der internationalen Grenze zu Russland vorgerückt. Dabei beruft sich das ISW auf geolokalisierte Videos.

In der Region Donezk haben russische Einheiten fünf Dörfer nördlich von Pokrowsk und östlich von Dobropillja eingenommen. Das berichtet das ISW unter Berufung auf einen prominenten militärischen Militärblogger und ein geolokalisiertes Video. Ukrainische Truppen haben an dem Frontabschnitt lediglich den Ort Wilne zurückerobert.

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Eva Casper
Eva Casper

Trump knüpft Tomahawk-Lieferung an Einsatzpläne der Ukraine

US-Präsident Donald Trump
US-Präsident Donald Trump. Kent Nishimura/Reuters
US-Präsident Donald Trump hat sich zur möglichen Lieferung von Tomahawk-Marschflugkörpern an die Ukraine geäußert. Er habe "eine Art Entscheidung getroffen“, sagte Trump im Weißen Haus. Er wolle aber zunächst wissen, wie die Ukraine plane, die Waffe einzusetzen, bevor er einer Lieferung zustimme. Trump betonte, er wolle keine weitere Eskalation im Ukrainekrieg.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die USA gebeten, Tomahawks an europäische Partner zu verkaufen, die diese dann an die Ukraine liefern könnten. Die Marschflugkörper mit einer Reichweite von rund 2.500 Kilometern könnten Ziele wie die russische Hauptstadt Moskau erreichen. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte gewarnt, eine Tomahawk-Lieferung würde die Beziehungen zwischen Russland und den USA schwer belasten.  
Anja Keinath
Anja Keinath

Merz lehnt Gespräche mit Putin derzeit ab

Bundeskanzler Friedrich Merz hat Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eine Absage erteilt. "Im Augenblick will der russische Präsident nicht verhandeln, er will bombardieren", sagte Merz in der Sendung Pinar Atalay des Senders n-tv. Putin halte Verabredungen nicht ein, zudem ende jeder Versuch, mit Putin zu sprechen, in noch härteren Angriffen auf die Ukraine. Dennoch glaubt Merz, "dass es einen Tag geben wird, an dem Putin zu Gesprächen bereit sein wird".

Mit Blick auf die zunehmenden Drohnenvorfälle in Deutschland und anderen europäischen Staaten sagte Merz: "Wir lassen uns nicht einschüchtern und wir werden uns auch gegen diese Bedrohung wirksam zur Wehr setzen." Putin führe einen "hybriden Krieg" gegen Deutschland. Die gezielte russische Propaganda gegen ihn als Bundeskanzler und gegen andere westliche Politiker sei Teil eines umfassenden Informationskriegs, sagte Merz. "Das ist Teil des Propagandakrieges Russlands gegen uns alle, nicht nur gegen mich persönlich."
Marlena Wessollek
Marlena Wessollek

Internationale Atomenergie-Organisation meldet Schüsse bei AKW Saporischschja

Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) hat sich angesichts von Schüssen im Großraum des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja besorgt gezeigt. Das IAEA-Team habe dort Beschuss in der Nähe der Anlage gehört, teilte die Behörde auf X mit. Die Schüsse wurden demnach aus dem Umfeld des Kraftwerks abgegeben, kamen aber auch aus entgegengesetzter Richtung. 
Zerstörung nach einem russischen Angriff in Saporischschja
Zerstörung nach einem russischen Angriff in Saporischschja. Kateryna Klochko/AP/dpa
Der Beschuss erhöhe die Risiken rund um das AKW, warnte IAEA-Chef Rafael Grossi. Das größte AKW Europas ist seit bereits fast zwei Wochen von der externen Stromzufuhr abgeschnitten. Es befindet sich unter russischer Kontrolle. Zur Kühlung der Anlage wird Strom benötigt, der derzeit aus Notstrom-Dieselgeneratoren kommt.
Vincent Rastfeld

Selenskyj moniert westliche Bauteile in russischen Waffen 

Der ukrainische Präsident hat beklagt, dass trotz der Sanktionen weiterhin zahlreiche Bauteile russischer Waffen aus dem Ausland stammten. "Während des massiven kombinierten Angriffs auf die Ukraine in der Nacht des 5. Oktober hat Russland 549 Waffensysteme benutzt, die 102.785 im Ausland hergestellte Komponenten enthielten", schrieb Wolodymyr Selenskyj auf Telegram.

Die Bauteile würden etwa von Unternehmen aus Deutschland, Großbritannien, China, Taiwan und den USA stammen. 

Die Partner der Ukraine hätten bereits detaillierte Informationen über die Firmen und Produkte. "Es ist entscheidend, jede Umgehung von Sanktionen zu unterbinden, denn Russland nutzt jede, um weiter zu töten", schrieb Selenskyj.
Marlena Wessollek
Marlena Wessollek

Ukraine meldet Angriffe auf russische Sprengstofffabrik und Ölterminal

Das ukrainische Militär gibt an, eine wichtige Sprengstofffabrik im Westen Russlands sowie ein Ölterminal auf der besetzten Halbinsel Krim angegriffen zu haben. Nach dem Angriff auf die Fabrik seien zahlreiche Explosionen gemeldet worden, teilte der Generalstab des ukrainischen Militärs mit. In dem Ölterminal sei ein Feuer ausgebrochen. Russland äußerte sich zunächst nicht.
Alena Kammer
Alena Kammer

Russland meldet Abschuss von 251 ukrainischen Drohnen

Russland hat nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums in der Nacht 251 ukrainische Drohnen abgefangen. 61 davon seien über dem Schwarzen Meer zerstört worden, teilt das Ministerium auf Telegram mit. Eine Drohne sei auf Kurs Richtung Moskau gewesen.

Nach russischen Angaben haben die ukrainischen Streitkräfte zudem die russische Region Belgorod beschossen. Dabei wurde die Stromversorgung beschädigt, sodass Tausende Menschen keinen Strom hatten, berichtete der Gouverneur der Region.

Ingenieure und Rettungskräfte konnten den Strom bis Montagmorgen für fast 34.000 Haushalte wiederherstellen. Etwa 5.400 Menschen in 24 Gemeinden waren jedoch weiterhin ohne Strom.
Timo Stukenberg
Timo Stukenberg

Russische Truppen dringen bei Pokrowsk vor

Nordöstlich der strategisch wichtigen Stadt Pokrowsk haben russische Einheiten Gebiet besetzt. Wie das Institute for the Study of War (ISW) in seinem aktuellen Lagebild mitteilt, sind sie bis in den Süden der Siedlung Wolodymyriwka und in Richtung der Stadt Kostjantyniwka vorgedrungen.

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Bastian Hartig
Bastian Hartig

Offenbar Drohne mit Kurs auf Moskau zerstört

Die russische Luftabwehr hat eine Drohne mit Kurs auf Moskau zerstört. Dies teilte der Bürgermeister Sergej Sobjanin mit. Rettungskräfte seien zu der Stelle entsandt worden, an der die Trümmerteile niedergingen, schrieb Sobjanin beim Nachrichtendienst Telegram.
Ivana Sokola
Ivana Sokola

Selenskyj bemängelt fehlende Reaktionen des Westens

Nachdem Russland erneut einen größeren Angriff auf die Ukraine durchgeführt hat, kritisiert der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Fehlen "echter Reaktionen" des Westens. "Leider gibt es keine angemessene, starke Reaktion der Welt auf all das, was geschieht", sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. Vor allem gebe es keine Reaktion auf eine stetige Zunahme von Ausmaß und Dreistigkeit der Angriffe
"Genau deshalb tut Putin das: Er lacht einfach über den Westen, über dessen Schweigen und das Ausbleiben entschlossener Gegenmaßnahmen."
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine
Der ukrainische Präsident bei einer Pressekonferenz in Kopenhagen.
Der ukrainische Präsident bei einer Pressekonferenz in Kopenhagen. Thomas Traasdahl/Ritzau Scanpix/AFP/Getty Images
Luis Kumpfmüller
Luis Kumpfmüller

Russische Luftangriffe beschädigen offenbar ukrainische Energieinfrastruktur 

Die nächtlichen russischen Luftangriffe haben nach Auskunft der Ukraine Energieanlagen in den Regionen Saporischschja im Südosten sowie Tschernihiw im Norden des Landes beschädigt. Das Energieministerium in Kyjiw teilte mit, dass in Saporischschja zahlreiche Haushalte ohne Strom seien. 

Auch in Tschernihiw sowie in der Region Sumy, die bereits gestern angegriffen worden war, wurden demnach Notabschaltungen vorgenommen. Die Reparaturarbeiten laufen nach Angaben des Ministeriums.
Luis Kumpfmüller
Luis Kumpfmüller

Ukraine zählt fünf Tote nach russischen Angriffen aus der Luft

Russland hat die Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in der Nacht umfassend aus der Luft angegriffen. Demnach feuerte Russland mehr als 500 Drohnen und über 50 Raketen auf die Ukraine ab, darunter Marschflugkörper, Schahed-Drohnen und Hyperschallraketen vom Typ Kinschal.

Betroffen seien neben Saporischschja und Odessa auch die Regionen Lwiw, Iwano-Frankiwsk, Tschernihiw, Sumy, Charkiw, Cherson und Kirowohrad gewesen. Selenskyj schrieb von bislang zehn verletzten und fünf getöteten Menschen.