- Alle Artikel zum Thema finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in der Ukraine. Eine Übersichtskarte mit den aktuellen Entwicklungen aktualisieren wir täglich hier.
- Russische oder ukrainische Angaben zum Kriegsverlauf sowie zur Zahl Verletzter und Getöteter lassen sich derzeit nicht unabhängig verifizieren.
- Neben eigenen Recherchen verwenden wir auch Material der Nachrichtenagenturen dpa, AP, AFP, KNA und Reuters.
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Wichtige Beiträge
Eric Voigt
Frankreich plant offenbar Entsendung von Militärausbildern
Frankreich könnte in Kürze Militärausbilder in die Ukraine entsenden. Das sagten drei mit dem Vorgang vertraute Diplomaten der Nachrichtenagentur Reuters. Die Entscheidung über die personellen Hilfen könnte in der kommenden Woche anlässlich eines Besuchs von Präsident Wolodymyr Selenskyj in Frankreich bekannt gegeben werden.
Zunächst soll offenbar eine begrenzte Anzahl von Personal entsendet werden, um die Rahmenbedingungen des Einsatzes vorzubereiten. Danach würden mehrere Hundert Ausbilder in die Ukraine verlegt. Die Schulungen sollen sich auf Minenräumung, Instandhaltung und Fachwissen für Kampfflugzeuge konzentrieren. Frankreich werde zudem eine motorisierte Brigade finanzieren, bewaffnen und ausbilden.
Zunächst soll offenbar eine begrenzte Anzahl von Personal entsendet werden, um die Rahmenbedingungen des Einsatzes vorzubereiten. Danach würden mehrere Hundert Ausbilder in die Ukraine verlegt. Die Schulungen sollen sich auf Minenräumung, Instandhaltung und Fachwissen für Kampfflugzeuge konzentrieren. Frankreich werde zudem eine motorisierte Brigade finanzieren, bewaffnen und ausbilden.
Anja Keinath
Russland schickt offenbar weitere Truppen in den Norden von Charkiw
Die russische Armee hat ihre Truppen im Norden der Region Charkiw verstärkt. Wie der ukrainische Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj mitteilte, schickte Russland zusätzliche Regimenter und Brigaden aus anderen Gebieten und von Truppenübungsplätzen in die Region.
Für einen größeren Vorstoß soll die Truppenstärke allerdings noch nicht ausreichen. "Die russischen Kräfte sind derzeit nicht ausreichend für eine großangelegte Offensive und einen Durchbruch unserer Verteidigung", schrieb Syrskyj auf Telegram. Außerdem habe die Ukraine Munitionsreserven aufbauen können.
Für einen größeren Vorstoß soll die Truppenstärke allerdings noch nicht ausreichen. "Die russischen Kräfte sind derzeit nicht ausreichend für eine großangelegte Offensive und einen Durchbruch unserer Verteidigung", schrieb Syrskyj auf Telegram. Außerdem habe die Ukraine Munitionsreserven aufbauen können.
Lennart Jerke
Italien lehnt Einsatz seiner Waffen gegen russisches Gebiet ab
Die italienische Regierung hat sich dagegen ausgesprochen, dass ihre Militärhilfen für Angriffe auf Gebiete in Russland genutzt werden. Sämtliche Waffen, die in die Ukraine geliefert werden, "sollten in der Ukraine eingesetzt werden", sagte Außenminister Antonio Tajani dem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender Rai. Auch eine Entsendung von Soldaten in die Ukraine lehnt die Regierung strikt ab.
Italiens Außenminister Antonio Tajani. Virginia Mayo/AP/dpa
Italien gilt als großer Unterstützer der Ukraine in ihrem Krieg gegen Russland. Allerdings hat die Regierung in Rom bislang keine Einzelheiten über die Militärhilfe bekannt gegeben.
Yevgeniya Shcherbakova
Russland intensiviert wieder Angriffe auf Charkiw
Russischen Streitkräften ist es gelungen, geringfügig im Norden der Region Charkiw vorzurücken. Das teilte das Institute for the Study of War in seinem aktuellen Lagebericht (PDF) mit. Während das ukrainische Militär zuletzt den Vormarsch der russischen Truppen in der Region verlangsamen konnte, ist Russland nun dabei, zusätzliche Truppen in dieses Gebiet zu verlegen.
Weitere Informationen zum Frontverlauf erhalten Sie hier.
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Eric Voigt
Russland meldet Abschuss von acht ATACMS-Raketen
Bei einem erneuten ukrainischen Raketen- und Drohnenangriff soll Russland nach eigenen Angaben acht vom Westen gelieferte Raketen des US-Typs ATACMS über dem Asowschen Meer abgeschossen haben. Das berichtete die Nachrichtenagentur Tass mit Verweis auf das russische Verteidigungsministerium.
Zudem seien acht ukrainische Drohnen über dem Schwarzen Meer in der Nähe der annektierten Halbinsel Krim abgefangen worden. Laut einem Vertreter der von Russland eingesetzten Behörden auf der Krim beschädigten Trümmerteile zwei Fähren in der Nähe der Hafenstadt Kertsch am östlichen Ende der Halbinsel. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben des russischen Verteidigungsministeriums nicht.
Zudem seien acht ukrainische Drohnen über dem Schwarzen Meer in der Nähe der annektierten Halbinsel Krim abgefangen worden. Laut einem Vertreter der von Russland eingesetzten Behörden auf der Krim beschädigten Trümmerteile zwei Fähren in der Nähe der Hafenstadt Kertsch am östlichen Ende der Halbinsel. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben des russischen Verteidigungsministeriums nicht.
Isabelle Daniel
Ukraine meldet erneut heftige Raketenangriffe auf Charkiw
Bei erneuten russischen Raketenangriffen auf Charkiw sind nach Angaben von Bürgermeister Ihor Terechow mindestens vier Menschen verletzt worden. Zudem habe es viele Sachschäden gegeben, teilte Terechow auf Telegram mit: Eine Gasleitung sei beschädigt, zahlreiche Fenster seien zerbrochen worden.
Nach Angaben von Regionalgouverneur Oleh Synjehubow wurde auch eine nördlich von Charkiw gelegene Gemeinde getroffen. Landesweit gilt nach den Angriffen Flugalarm.
Nach Angaben von Regionalgouverneur Oleh Synjehubow wurde auch eine nördlich von Charkiw gelegene Gemeinde getroffen. Landesweit gilt nach den Angriffen Flugalarm.
Ein ukrainischer Soldat am 27. Mai nach einem tödlichen russischen Bombenangriff auf Charkiw. Nicolas Cleuet/Le Pictorium via ZUMA Press/dpa
Isabelle Daniel
US-Außenminister deutet Flexibilität in Debatte um Waffeneinsatz in Russland an
Antony Blinken hat in der Debatte um ukrainische Angriffe mit westlichen Waffen gegen militärische Ziele in Russland einen möglichen Kurswechsel seines Landes signalisiert. Seit Beginn des Krieges habe die US-Regierung ihre Unterstützung für die Ukraine an die sich verändernden Bedingungen angepasst, sagte der US-Außenminister während eines Besuchs in Moldau. "Ich bin zuversichtlich, dass wir das auch weiterhin tun werden."
Einem Bericht der New York Times zufolge setzt sich Blinken innerhalb der US-Regierung dafür ein, der Ukraine den Einsatz von US-Waffen gegen Ziele innerhalb russischen Gebiets zu ermöglichen. US-Präsident Joe Biden lehnt dies bislang ab. Mehrere Nato-Partner sprachen sich zuletzt dafür aus, der Ukraine Angriffe auf russischem Staatsgebiet mit westlichen Waffen zu erlauben. Auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg wirbt für die Aufhebung der bisherigen Beschränkungen.
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Einem Bericht der New York Times zufolge setzt sich Blinken innerhalb der US-Regierung dafür ein, der Ukraine den Einsatz von US-Waffen gegen Ziele innerhalb russischen Gebiets zu ermöglichen. US-Präsident Joe Biden lehnt dies bislang ab. Mehrere Nato-Partner sprachen sich zuletzt dafür aus, der Ukraine Angriffe auf russischem Staatsgebiet mit westlichen Waffen zu erlauben. Auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg wirbt für die Aufhebung der bisherigen Beschränkungen.
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Anna-Lena Schlitt
Antony Blinken sagt Moldau Millionenhilfe zu
Bei einem Besuch in Moldau hat US-Außenminister Antony Blinken dem Nachbarland der Ukraine neue Unterstützung in Aussicht gestellt. 50 Millionen Dollar (46 Millionen Euro) sollen unter anderem "die Fähigkeit der Moldauer stärken, russischer Einmischung zu widerstehen", sagte Blinken. Mit dem Geld soll etwa die Organisation freier und fairer Wahlen sowie die weitere Annäherung an den Westen finanziert werden.
Weitere 85 Millionen Dollar wollen die USA laut Blinken in Moldaus Energiesicherheit investieren. Es handle sich dabei um eine Tranche eines bereits im vergangenen Jahr angekündigten Hilfsprogramms, das insgesamt 300 Millionen Dollar umfassen soll. In welchem Zeitraum die insgesamt 135 Millionen Dollar, die Blinken bei seinem Besuch in Chișinău ankündigte, ausgezahlt oder investiert werden sollen, war zunächst nicht bekannt.
Auch Moldau habe unter den russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur der Ukraine gelitten, sagte Blinken. Die USA wollten Moldau helfen, sich auch in diesem Bereich aus russischer Abhängigkeit zu befreien.
Weitere 85 Millionen Dollar wollen die USA laut Blinken in Moldaus Energiesicherheit investieren. Es handle sich dabei um eine Tranche eines bereits im vergangenen Jahr angekündigten Hilfsprogramms, das insgesamt 300 Millionen Dollar umfassen soll. In welchem Zeitraum die insgesamt 135 Millionen Dollar, die Blinken bei seinem Besuch in Chișinău ankündigte, ausgezahlt oder investiert werden sollen, war zunächst nicht bekannt.
Auch Moldau habe unter den russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur der Ukraine gelitten, sagte Blinken. Die USA wollten Moldau helfen, sich auch in diesem Bereich aus russischer Abhängigkeit zu befreien.
Marlena Wessollek
Pistorius lobt Ausbildung ukrainischer Soldaten an Patriot-Systemen
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat die Ausbildung ukrainischer Soldaten an Patriot-Flugabwehrsystemen in Deutschland als wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Ukraine bezeichnet. Die Luftverteidigungssysteme seien das, worauf die Ukraine aktuell mit am meisten angewiesen sei, sagte Pistorius.
Die ukrainischen Soldaten lernten mit hoher Motivation, Engagement und Kompetenz, sagte Pistorius. Sie hätten für die Ausbildung deutlich weniger Zeit als Bundeswehrsoldaten und lernten in knapp drei Monaten in Schnell- und Crashkursen, und das mit Erfolg. Laut dem Chef der ukrainischen Einheit, die ausgebildet wird, gehe das so effektiv nur außerhalb der Ukraine. Eine Verlegung der Ausbildung von Deutschland in die Ukraine hielt er wegen Sicherheitsbedenken für wenig sinnvoll.
Deutschland stellte der Ukraine bisher zwei Patriot-Systeme sowie die zugehörigen Raketen zur Verfügung. Eine dritte angekündigte Einheit soll demnächst geliefert werden.
Die ukrainischen Soldaten lernten mit hoher Motivation, Engagement und Kompetenz, sagte Pistorius. Sie hätten für die Ausbildung deutlich weniger Zeit als Bundeswehrsoldaten und lernten in knapp drei Monaten in Schnell- und Crashkursen, und das mit Erfolg. Laut dem Chef der ukrainischen Einheit, die ausgebildet wird, gehe das so effektiv nur außerhalb der Ukraine. Eine Verlegung der Ausbildung von Deutschland in die Ukraine hielt er wegen Sicherheitsbedenken für wenig sinnvoll.
Deutschland stellte der Ukraine bisher zwei Patriot-Systeme sowie die zugehörigen Raketen zur Verfügung. Eine dritte angekündigte Einheit soll demnächst geliefert werden.
Eric Voigt
Litauen beteiligt sich an Luftverteidigungsinitiative für die Ukraine
Litauen wird sich an der von Deutschland gestarteten internationalen Initiative für mehr Luftverteidigung zugunsten der Ukraine beteiligen. Die Regierung in der litauischen Hauptstadt Vilnius beschloss ein Hilfspaket im Umfang von 13,5 Millionen Euro, das für den Kauf von Radaranlagen bereitgestellt wird.
Litauen will demnach in diesem Jahr vier Radaranlagen in die Ukraine schicken und danach weitere Systeme erwerben. "Sie werden die Warnfähigkeit und Sicht stärken und die Fähigkeit zur Zerstörung von Luftobjekten verbessern", sagte Litauens Verteidigungsminister Laurynas Kasčiūnas litauischen Medienberichten zufolge.
Litauen will demnach in diesem Jahr vier Radaranlagen in die Ukraine schicken und danach weitere Systeme erwerben. "Sie werden die Warnfähigkeit und Sicht stärken und die Fähigkeit zur Zerstörung von Luftobjekten verbessern", sagte Litauens Verteidigungsminister Laurynas Kasčiūnas litauischen Medienberichten zufolge.
Eric Voigt
Ukraine meldet sechs Tote nach russischen Angriffen
Bei russischen Angriffen auf mehrere ukrainische Regionen sind nach Angaben der Behörden mindestens sechs Menschen getötet worden. In der Region Sumy nahe der Grenze zu Russland wurden bei einem Raketenangriff zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt, wie lokale Behörden mitteilten.
Der Gouverneur der östlichen Region Donezk, Wadym Filaschkin, berichtete von drei weiteren Tote und mindestens zwölf Verletzten. Dort wurden bei Angriffen demnach mehrere Häuser und zivile Gebäude beschädigt.
In der Region Cherson im Süden der Ukraine kam laut Gouverneur Oleksandr Prokudin ein Mensch bei russischen Angriffen ums Leben.
Der Gouverneur der östlichen Region Donezk, Wadym Filaschkin, berichtete von drei weiteren Tote und mindestens zwölf Verletzten. Dort wurden bei Angriffen demnach mehrere Häuser und zivile Gebäude beschädigt.
In der Region Cherson im Süden der Ukraine kam laut Gouverneur Oleksandr Prokudin ein Mensch bei russischen Angriffen ums Leben.
Christopher Trinks
Schweden schickt bislang größtes Militärhilfspaket an die Ukraine
Die schwedische Regierung wird der Ukraine ein weiteres Militärhilfspaket in Wert von 13,3 Milliarden Schwedischen Kronen (umgerechnet 1,3 Milliarden Euro) zukommen lassen. Das teilte die Regierung in Stockholm mit.
Die Ausrüstung diene zur Stärkung der ukrainischen Luftabwehr, sagte Verteidigungsminister Pål Jonson. Teil des Pakets ist unter anderem mindestens ein luftgestütztes Überwachungs- und Kontrollflugzeug ASC 890. Dieses kann Ziele auf große Entfernung identifizieren und soll die militärischen Fähigkeiten der F-16-Jets erweitern, teilte Jonson auf X mit. Es ist das erste Mal, dass die Ukraine Flugzeuge dieses Typs erhält.
Die Ausrüstung diene zur Stärkung der ukrainischen Luftabwehr, sagte Verteidigungsminister Pål Jonson. Teil des Pakets ist unter anderem mindestens ein luftgestütztes Überwachungs- und Kontrollflugzeug ASC 890. Dieses kann Ziele auf große Entfernung identifizieren und soll die militärischen Fähigkeiten der F-16-Jets erweitern, teilte Jonson auf X mit. Es ist das erste Mal, dass die Ukraine Flugzeuge dieses Typs erhält.
ASC-890-Überwachungsflugzeug der schwedischen Luftwaffe im Juni 2010. Johan Nilsson/TT/imago images
Außerdem wird der gesamte Bestand der schwedischen Armee an gepanzerten Kettenfahrzeugen des Typs PBV 302 gespendet. Damit soll die Ukraine dem schwedischen Verteidigungsminister zufolge neue Infanteriebrigaden aufbauen können. Darüber hinaus sendet Schweden auch Artilleriemunition und Ersatzteile.
Es ist das bislang größte Hilfspaket, das das skandinavische Land der Ukraine zukommen lässt. Insgesamt will Schweden in den kommenden drei Jahren Militärhilfe von umgerechnet 7,1 Milliarden Euro an die Ukraine leisten.
Es ist das bislang größte Hilfspaket, das das skandinavische Land der Ukraine zukommen lässt. Insgesamt will Schweden in den kommenden drei Jahren Militärhilfe von umgerechnet 7,1 Milliarden Euro an die Ukraine leisten.
Alexander Eydlin
Russische Regierung will Steuern erhöhen
Das russische Finanzministerium plant eine deutliche Steuererhöhung für Unternehmen und Privatpersonen. Der Spitzensteuersatz soll einem Dokument des Ministeriums zufolge von 15 auf 22 Prozent steigen. Die Steuern auf Unternehmensgewinne sollten von 20 auf 25 Prozent erhöht werden. Lediglich Einkommen unter 2,4 Millionen Rubel im Jahr (etwa 24.000 Euro) sollen weiterhin mit dem niedrigsten Satz von 13 Prozent besteuert werden.
Die Erhöhungen würden dem Staat umgerechnet rund 27 Milliarden Euro jährlich einbringen, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Berechnungen des Finanzministeriums. Die Änderungen könnten in diesem Jahr vom Parlament gebilligt werden und 2025 in Kraft treten.
In den vergangenen zwei Jahren verzeichnete Russland ein Haushaltsdefizit von etwa 68 Milliarden Euro, für das laufende Jahr wird ein Defizit von 17 Milliarden Euro erwartet. Zugleich schrumpft seit Kriegsbeginn der Umfang eines Staatsfonds, mit dem Russland seine Haushaltsdefizite deckt.
Die Regierung in Moskau erhöhte seit Kriegsbeginn den Verteidigungshaushalt. Seine genaue Größe ist unbekannt, da ein bedeutender Teil der Ausgaben geheim gehalten wird. Mutmaßlich fließen jährlich etwa 150 Milliarden Euro in das Militär.
Die Erhöhungen würden dem Staat umgerechnet rund 27 Milliarden Euro jährlich einbringen, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Berechnungen des Finanzministeriums. Die Änderungen könnten in diesem Jahr vom Parlament gebilligt werden und 2025 in Kraft treten.
In den vergangenen zwei Jahren verzeichnete Russland ein Haushaltsdefizit von etwa 68 Milliarden Euro, für das laufende Jahr wird ein Defizit von 17 Milliarden Euro erwartet. Zugleich schrumpft seit Kriegsbeginn der Umfang eines Staatsfonds, mit dem Russland seine Haushaltsdefizite deckt.
Die Regierung in Moskau erhöhte seit Kriegsbeginn den Verteidigungshaushalt. Seine genaue Größe ist unbekannt, da ein bedeutender Teil der Ausgaben geheim gehalten wird. Mutmaßlich fließen jährlich etwa 150 Milliarden Euro in das Militär.
Alexander Eydlin
Russland meldet Abschuss ukrainischer Drohne
In der südrussischen Region Krasnodar hat Russland nach Angaben örtlicher Behörden eine ukrainische Drohne abgeschossen. Das teilte Krasnodars Gouverneur Weniamin Kondratjew auf Telegram mit. Der Abschuss habe sich über der Stadt Armawir ereignet, etwa 400 Kilometer südöstlich der Frontlinie.
In Armawir steht eines von Russlands mehreren weitreichenden Radaren zur Früherkennung von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern. Sie gehören zum russischen Früherkennungssystem für Angriffe mit Langstreckenraketen. Die Ukraine hatte das System bereits vergangene Woche angegriffen.
Gouverneur Kondratjew zufolge kam es bei dem jüngsten Angriff weder zu Schäden noch zu Verletzten.
In Armawir steht eines von Russlands mehreren weitreichenden Radaren zur Früherkennung von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern. Sie gehören zum russischen Früherkennungssystem für Angriffe mit Langstreckenraketen. Die Ukraine hatte das System bereits vergangene Woche angegriffen.
Gouverneur Kondratjew zufolge kam es bei dem jüngsten Angriff weder zu Schäden noch zu Verletzten.
Sophia Boddenberg
USA lehnen Einsatz von US-Waffen innerhalb Russlands ab
Die USA haben die Forderung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zurückgewiesen, die Beschränkungen für den Einsatz von US-Waffen auf russischem Staatsgebiet aufzuheben. Die Regierung in Washington sei nach wie vor dagegen, dass die Ukraine bei ihren Angriffen in Russland US-Waffen einsetze, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby. "Unsere Position hat sich zu diesem Zeitpunkt nicht geändert", sagte er.
„Wir ermutigen oder erlauben nicht den Einsatz der von den USA gelieferten Waffen, um innerhalb Russlands anzugreifen.“John Kirby, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats der USA
Der russische Präsident Wladimir Putin hatte zuvor mit ernsten Konsequenzen gedroht, sollte der Westen der Ukraine grünes Licht für den Einsatz seiner Waffen gegen Ziele in Russland geben. Die Ukraine drängt darauf, westliche Waffen gegen Ziele auf russischem Gebiet einsetzen zu können. Die Bundesregierung hat dies ausgeschlossen, weil sie eine Eskalation vermeiden will. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatten hingegen mitgeteilt, wegen der roten Linien mancher Nato-Länder seien "den Ukrainern die Hände gebunden".