Das Schulobst-Programm für Tausende Kinder kommt nach monatelangem Streit nun doch. Der Bundesrat werde das Gesetz bei seiner Sitzung an diesem Freitag passieren lassen und keinen Einspruch einlegen, hieß es am Donnerstag aus den Vertretungen von Baden-Württemberg und Bremen. Damit ist der Weg frei, dass die Länder zu 20 Millionen Euro EU-Mitteln weitere rund 18 Millionen Euro beisteuern.

Für das Schulobst-Programm stellt die Europäische Union jährlich 90 Millionen Euro zur Verfügung. An dem Programm können Mitgliedsstaaten freiwillig teilnehmen, wenn sie den Etat anteilig aufstocken. Vor allem Kinder zwischen sechs und zehn Jahren sollen in der Schule Äpfel, Orangen, Bananen und knackiges Gemüse angeboten bekommen.

Bisher war das EU-Programm zur Verteilung von Obst und Gemüse in den Schulen gegen zunehmende Fettleibigkeit bei Kindern umstritten gewesen. Ende April lehnte der Bundesrat das Projekt ab und stoppte damit vorerst das Vorhaben in Deutschland. Grund war, dass die Länder die Kosten nicht allein tragen wollten und Geld vom Bund forderten.

Jetzt lenkten die Länder nach einem Vermittlungsverfahren ein und wollen das Schulobst-Programm fördern. Unklar ist allerdings noch, ob alle Länder das Projekt unterstützen.