Wegen Unterstützung der terroristischen islamischen Dschihad-Union (IJU) hat das Oberlandesgericht Frankfurt zwei 28 Jahre alte Männer zu Haftstrafen verurteilt. Der Deutsch-Afghane Omid S. erhielt eine Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten, der Türke Hüseyin Ö. eine Strafe von einem Jahr und zwei Monaten.

Die beiden Männer standen in Verbindung zur sogenannten Sauerlandgruppe, einer Terrorzelle, die im vergangenen Jahr Anschläge in Deutschland vorbereitete. Die IJU gilt als Drahtzieherin der Pläne.

Da beide Angeklagten schon länger in Untersuchungshaft sind, müssen sie nach dem Urteil nur noch einen kleinen Teil ihrer Strafe verbüßen. Sie hatten umfassende Geständnisse abgelegt, eine Mitgliedschaft in der IJU aber stets bestritten. Das Gericht verurteilte sie auch nur wegen der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland. Für eine Mitgliedschaft in der IJU, die das Strafmaß hätte erhöhen können, fehlten die Beweise.

S. und Ö. hatten nach Überzeugung des Gerichtes der IJU unter anderem damit geholfen, dass sie dem mutmaßlichen Terroristen Adem Yilmaz Zugriff auf ihre Konten gewährten und ihm die darauf eingehenden Sozialleistungen in Aussicht stellten. Yilmaz muss sich derzeit selbst als Mitglied der Sauerlandgruppe vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verantworten.