Das Amt des FDP-Generalsekretärs ist verwaist, seit Dirk Niebel ins Entwicklungshilfeministerium gewechselt ist. Mehreren Zeitungsberichten zufolge will Westerwelle nun dem Parteivorstand am 14 Dezember vorschlagen, den 30-jährigen Abgeordnete Christian Lindner zum Nachfolger zu wählen. Der FDP-Sprecher Robert von Rimscha sagte alllerdings, Westerwelle habe sich noch nicht festgelegt. Er sei auch für weitere Vorschläge offen.

Lindner ist seit 2004 Generalsekretär der FDP in Nordrhein-Westfalen und gilt in der Partei als Nachwuchstalent. Bei der Bundestagswahl im September zog er über die Landesliste Nordrhein-Westfalen in den Bundestag ein. Er hat in Bonn Politikwissenschaft, öffentliches Recht und Philosophie studiert und schreibt an seiner Doktorarbeit. Lindner gehört wie Bundesgesundheitsminister Philip Rösler zu einer Gruppe junger Nachwuchskräfte der Liberalen, die sich selber als "Westerwelles Prätorianergarde" bezeichnen. Mit seiner Berufung würde der FDP-Chef auch ein Zeichen für die Verjüngung der Parteiführung setzen.