Die CDU in Nordrhein-Westfalen bot Sponsoren gegen Aufpreis Gespräche mit dem Landesparteichef an, der zugleich Ministerpräsident ist. So konkret und offen tun es nicht alle Parteien, aber auch SPD, Grüne und andere ködern Unternehmen, indem sie bei Parteiveranstaltungen die Begegnung mit der Führungsspitze in Aussicht stellen. Sponsoring ist seither Thema intensiver Diskussionen. ZEIT ONLINE beantwortet die wichtigsten Fragen.



Wie wichtig sind für die Parteien Einnahmen aus Veranstaltungen und Präsentationen?

Sie werden immer wichtiger, da andere Einnahmen wie etwa die aus Mitgliedsbeiträgen rückläufig sind. Tragende Säulen der Parteienfinanzierung sind sie jedoch noch nicht. Gerd Langguth, Parteienforscher an der Universität Bonn, schätzt die Sponsoringeinnahmen auf derzeit weniger als ein Prozent der Budgets. Dennoch seien sie "eine gewisse Entlastung der Parteien". SPD-Schatzmeisterin Barbara Hendricks sieht das Sponsoring auch künftig nur eine "verschwindend geringe Rolle spielen".