Videokameras könnten etwa gegenüber dem Wohnhaus eines aus der Sicherungsverwahrung Freigelassenen angebracht werden, schlugen Hessens Innenminister Volker Bouffier (CDU) und Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) vor.

Die Minister berichteten, dass sämtliche Personen, die in Hessen aktuell von der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte betroffen sind, von einem sogenannten "Sicherheitsmanagement" begleitet würden, das sowohl die Überwachung durch die Polizei als auch Aktivitäten der Bewährungshilfe koordiniert. "Wir überwachen diese Männer offen und verdeckt, je nach Einschätzung von Sicherheitsexperten", sagte Innenminister Volker Bouffier.

Auch ein verbesserter Informationsaustausch und die elektronische Fußfessel "als ein Mosaikstein in einem Gesamtpaket" könnten dabei helfen, die Gefahr für die Bevölkerung zu verringern.

Dazu seien Gesetzesänderungen nötig. Hessen werde aber keine Initiative unterstützen, die vor dem Bundesverfassungsgericht scheitern könne, schränkte Hahn ein. Das Land sei für eine neue Form der Unterbringung, die keine klassische Weiterführung der Haft sein soll, sagten die Minister: "Diese Einrichtung sollte speziell für Personen, die nicht psychisch krank sind und ihre Haftstrafe verbüßt haben, aber weiter als gefährlich anzusehen sind, geschaffen werden." Einen entsprechenden Gesetzesvorschlag des Bundes werde die Landesregierung unterstützen.