Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit ist am Freitag mit nur wenigen Gegenstimmen auf Platz eins der Bezirksliste in Charlottenburg-Wilmersdorf gewählt worden. Er ist damit zum dritten Mal Spitzenkandidat der SPD für die Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses. Die SPD tritt mit Bezirkslisten statt mit einer Landesliste an.

In einer repräsentativen Umfrage der Berliner Zeitung und des Meinungsforschungsinstituts Forsa, hängt Wowereit derzeit seine grüne Hauptkonkurrentin Renate Künast ab, wenn es um die Beliebtheit geht. Würde der Senatschef direkt gewählt werden, erhielte 42 Prozent der Stimmen. Im Vergleich zum Vormonat ist das ein Zuwachs von sieben Prozentpunkten.

Künast hingegen käme nur auf 27 Prozent. Das sind acht Prozent weniger als im Vormonat. Forsa befragte 1.002 Berliner zwischen dem 16. und 25. November.

In der Sonntagsfrage für das Berliner Abgeordnetenhaus , in der es um Parteien und nicht um Personen geht, zeichnet sich allerdings eine andere Tendenz ab. Hier liegen die Grünen mit 28 Prozent vorne, obwohl sie einen Punkt in der vergangenen Woche verloren haben. Zweitstärkste Kraft ist die SPD mit 26 Prozent, gefolgt von der CDU mit 18 Prozent.

Im Falle eines Wahlsieges der Grünen wünscht sich die Partei eine Koalition mit der SPD. Das käme offensichtlich auch vielen Berlinern gelegen. Laut der Forsa-Umfrage wäre es die favorisierte Kombination.

Zwar schließen Künast und Grünen-Chef Cem Özdemir eine grün-schwarze Koalition nicht aus. Diese wäre aber in der Hauptstadt sehr unbeliebt. In der Forsa-Umfrage sprachen sich zwei Drittel der Befragten gegen Grün-Schwarz aus.

Die Wahl zum Abgeordnetenhaus findet am 18. September 2011 statt.