Das Ende der Wehrpflicht naht, und das Verteidigungsministerium versucht, den Dienst in der Bundeswehr attraktiver für junge Männer und Frauen zu machen. Dafür stellt das Ministerium einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag zur Verfügung.

Das Programm werde im kommenden Jahr aus dem laufenden Haushalt finanziert, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin. Außer dem freiwilligen Dienst solle auch der Dienst von Zeitsoldaten attraktiver werden.



Für Zeitsoldaten solle es verstärkte Anreize geben, sich weiter zu verpflichten und letztlich Berufssoldat zu werden, sagte der Sprecher. Wegen des Verzichts auf den Wehrdienst müsse es wesentlich mehr Zeitsoldaten geben. Das Attraktivitätsprogramm solle aus den Mitteln finanziert werden, die durch die Aussetzung der Wehrpflicht frei würden.

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, die mittelfristige Haushaltsplanung und die Sparziele sollten weiter gelten. Zugleich müsse die Bundeswehr personell so ausgestattet werden, dass die sicherheitspolitischen Aufgaben und Bündnisverpflichtungen gewährleistet werden könnten. Bis 2014 sollen im Verteidigungsetat acht Milliarden Euro eingespart werden.

Die Zahl von bis zu 185.000 Soldaten sei in der Bundesregierung einmütig erarbeitet worden. Mit ihr gehe die Regierung in das Gesetzgebungsverfahren. Das Gesetzespaket wird voraussichtlich an diesem Mittwoch im Kabinett eingebracht.