Die CDU ist nach Hochrechnungen der Forschungsgruppe Wahlen mit 32,5 Prozent der Stimmen Sieger der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Die Linkspartei erreichte demnach 23,7 Prozent, die SPD kam auf 21,5 Prozent der Stimmen. Damit ist eine Fortsetzung der Großen Koalition unter der Führung von CDU-Spitzenkandidat Reiner Haseloff wahrscheinlich.

Die Grünen erreichten 6,8 Prozent, damit sind sie erstmals seit 13 Jahren wieder im Landesparlament vertreten. Großer Verlierer ist die FDP, die mit 3,8 Prozent der Stimmen den Einzug in den Landtag verpasst hat. Auch die NPD scheiterte in den Hochrechnungen an der Fünf-Prozent-Hürde, sie erreichte 4,8 Prozent der Stimmen.

Die SPD möchte mit dem derzeitigen Finanzminister Jens Bullerjahn gern selbst den Ministerpräsidenten stellen. Das wäre nur in einer Koalition mit den Linken möglich. Allerdings hatte Bullerjahn im Wahlkampf eine rot-rote Koalition als Juniorpartner abgelehnt.

Nach der Hochrechnung der Forschungsgruppe Wahlen erhält die CDU im neuen Landtag 38 Sitze. Die SPD stellt 25 Abgeordnete (bisher: 24), die Linke 28 (bisher: 25) und die Grünen 8 Abgeordnete (bisher: 0). Die FDP verfügte bisher über 7 Mandate.

Die Wahlbeteiligung lag laut Infratest Dimap mit 53 Prozent deutlich höher als bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2006. Damals lag die Wahlbeteiligung am Ende mit 44,4 Prozent so niedrig wie bei keiner Landtagswahl in Deutschland zuvor. Bei der Landtagswahl 2006 kam die CDU auf 36,2 Prozent, die Linkspartei wurde mit 24,1 zweitstärkste Kraft. Die SPD erhielt 21,4 Prozent, die FDP 6,7 Prozent, und die Grünen scheiterten mit 3,6 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde.

Der amtierende Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) trat aus Altersgründen nach neun Jahren im Amt nicht mehr an.