Die Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima-1 hat den Grünen neuen Wählerzuspruch beschert. In einer bundesweiten Umfrage, die das Forsa-Institut für den Wahltrend von RTL und Stern vornahm, erreichten die Grünen 18 Prozent. Ende vergangener Woche hatten sie noch bei 15 Prozent gelegen. Die Union hielt sich stabil bei 36 Prozent und auch die SPD lag unverändert bei 26 Prozent. Für die repräsentative Umfrage befragte das Forsa-Institut am Montag 1004 Menschen. Das von der Bundesregierung am Montag verhängte Moratorium für die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke wirkte sich deshalb noch nicht auf die Antworten aus, wie Forsa-Chef Manfred Güllner ZEIT ONLINE sagte.

Die Linke sank dagegen um einen Punkt auf neun Prozent. Die FDP, die im Laufe der vergangenen Woche sechs Prozent erreicht hatte, fiel auf fünf Prozent zurück. Mit zusammen 44 Prozent liegt Rot-Grün damit in der Wählergunst wieder klar vor der schwarz-gelben Koalition, die nur noch mit 41 Prozent rechnen kann. Allerdings könnten auch SPD und Grüne im Bundestag mit keiner eigenständigen Mehrheit rechnen.