Das Institut YouGov prognostitziert ein Ende der jahrzehntelangen CDU-Ära in Baden-Württemberg. Nach ihrer Umfrage liegt die Partei von Ministerpräsident Stefan Mappus nur bei 36 Prozent, die FDP bei 6 Prozent. Die Grünen mit Winfried Kretschmann an der Spitze kommen demnach auf 26 Prozent, die SPD mit Nils Schmid auf 22. Die Linke würde mit 5 Prozent in den Stuttgarter Landtag einziehen.

Damit kämen Grüne und SPD mit insgesamt 48 Prozent auf sechs Punkte mehr als das bisher regierende schwarz-gelbe Bündnis und auf einen Punkt mehr als CDU, FDP und Linke zusammen.

Auch eine zweite, am Freitag veröffentlichte Umfrage von TNS Emnid für das Magazin Focus sagt eine grün-rote Mehrheit voraus. Hiernach kommen Grüne und SPD ebenfalls auf 48 Prozent und liegen damit fünf Punkte vor der Koalition von Ministerpräsident Mappus. Die Grünen lägen mit 25 Prozent vor der SPD (23 Prozent). Für die CDU stimmen laut Umfrageinstitut TNS-Emnid 38 Prozent, die FDP erreicht 5 Prozent. Die Linke käme mit 4 Prozent nicht in den Landtag. Gestern hatte auch eine Forsa-Erhebung für Stern und RTL SPD und Grüne bei jeweils 24 Prozent gesehen.

Seit der Atomkatastrophe in Japan vor zwei Wochen liegen Grüne und SPD in den Umfragen klar vor Schwarz-Gelb. Forsa zufolge ist die Energieversorgung das wichtigste Wahlkampfthema. Anfang des Monats waren nach Forsa-Angaben nur 33 Prozent der Meinung, das sei ein entscheidendes Politikfeld. Nach der Katastrophe in Japan und der anschließenden Atomdebatte sind es nun 49 Prozent.

2006 hatte die CDU im Südwesten 44,2 Prozent erreicht, die SPD 25,2, die Grünen 11,7, die FDP 10,7 Prozent.