Die Bundesregierung hat eine Erhöhung der Renten beschlossen: Das Kabinett folgte damit einer entsprechenden Verordnung von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Der Aufschlag von genau 0,99 Prozent in Ost und West ergibt sich aus den im vergangenen Jahr deutlich gestiegenen Löhnen und Gehältern.

Die Ruhestandsbezüge verlieren damit allerdings weiter an Kaufkraft, da die Anhebung hinter der Teuerungsrate von mindestens zwei Prozent zurückbleibt.

Hinzu kommt, dass in diesem Jahr erstmals Rentenkürzungen teilweise nachgeholt werden, die in den vergangenen Jahren ausgeblieben waren. Dies hängt mit der sogenannten Rentengarantie zusammen, die im Vorjahr wirksam geworden ist.

Diese Regelung besagt eigentlich, dass auf eine Kürzung der Altersbezüge verzichtet wird, auch wenn sich eine solche aus der Lohnentwicklung ergäbe. Zur Kompensation werden aber in den Folgejahren anstehende Rentensteigerungen halbiert. Hätte die Rentengarantie im vergangenen Jahr also nicht gegriffen, würden die Altersbezüge in diesem Jahr um knapp zwei Prozent steigen.