Grün-Rot liegt einer Umfrage zufolge weiter mit absoluter Mehrheit vor Schwarz-Gelb: In dem am Mittwoch veröffentlichten "stern-RTL"-Wahltrend fielen die Grünen im Vergleich zur Vorwoche zwar um einen Punkt auf 27 Prozent, die SPD konnte sich jedoch um einen Punkt auf 24 Prozent verbessern, so dass beide zusammen weiter 51 Prozent erreichen.

Für die Union wollen der wöchentlichen Umfrage zufolge unverändert 30 Prozent der Wähler stimmen. Die FDP legt nach der Nominierung von Philipp Rösler zum neuen Parteichef um einen Punkt auf vier Prozent zu. Die Linke verliert einen Punkt und landet bei acht Prozent.

Der designierte FDP-Vorsitzende stößt der Umfrage zufolge in der Bevölkerung auf große Zustimmung. Demnach wünschen sich 52 Prozent der Bürger, dass der Gesundheitsminister künftig eine wichtige Rolle in der Bundespolitik spielt. Damit liegt Rösler weit vor allen anderen FDP-Politikern. Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger kommt auf 36 und FDP-Generalsekretär Christian Lindner auf 33 Prozent. Lediglich 19 Prozent wollen, dass der nordrhein-westfälische FDP-Chef Daniel Bahr mehr Einfluss hat. Am schlechtesten werden Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (13 Prozent) und Fraktionschefin Birgit Homburger (6 Prozent) beurteilt.

Nur wenige Bürger glauben, dass allein mit dem Wechsel an der Spitze die Probleme der Liberalen gelöst sind. Rund drei Viertel (74 Prozent) sind der Ansicht, dass weitere Personaländerungen nötig sind. Sogar 76 Prozent der FDP-Wähler teilen diese Auffassung. Dass Guido Westerwelle nach seinem Rücktritt als Parteichef auch das Amt des Außenministers niederlegen soll, befürworteten 56 Prozent aller Befragten.