Birgit Homburger hat auf das Amt der Fraktionsvorsitzenden verzichtet und Rainer Brüderle den Vortritt gelassen – dafür sollte sie nach dem Personalplan von Philipp Rösler stellvertretende FDP-Vorsitzende werden. Doch auch dieser Posten ist ihr offenbar nicht sicher. Der hessische FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn hält an seiner Kandidatur als neuer Vize-Vorsitzender der Bundespartei fest.

"Ich beabsichtige, für eines der Ämter als stellvertretender Bundesvorsitzender zu kandidieren", sagte Hahn. Letztlich werde aber der designierte Parteivorsitzende Philipp Rösler entscheiden, wie sich die FDP bundesweit aufstelle. Hahn sagte, er werde alles daran setzen, damit es auf dem FDP-Bundesparteitag in Rostock keine Kampfabstimmung um die insgesamt drei Vizeposten geben werde.

Als Kandidat für die Posten war am Dienstag außer der abgewählten Bundestags-Fraktionschefin Birgit Homburger der sächsische FDP-Chef Holger Zastrow genannt worden. Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger soll dritte Vize-Parteichefin werden – damit wäre für Hahn kein Posten mehr übrig, er könnte aber Beisitzer im Präsidium der Partei werden.