Nach einem zweimonatigen Baustopp hat die Deutsche Bahn die Arbeiten an dem umstrittenen Bahnprojekt Stuttgart 21 wieder aufgenommen. Es liefen die ersten Vorbereitungen, sagte ein Bahnsprecher. Die grün-rote Landesregierung hatte im Lenkungskreis darauf verzichtet, den Baustillstand bis Mitte Juli zu verlängern. Das hätte 56 Millionen Euro gekostet.

Nach Angaben der Parkschützer blockierten am Morgen etwa 250 Menschen die Zufahrt der Handwerker zum Grundwassermanagement im Schlossgarten. Am Stuttgarter Hauptbahnhof löste die Polizei eine Sitzblockade mit rund 100 Menschen auf. Nach und nach wurden die Protestierer weggetragen. Die Stuttgart-21-Gegner schätzen die Zahl der Demonstranten auf 300. Zu größeren Auseinandersetzungen kam es nicht.

Seit einem Jahr gibt es in Stuttgart Proteste gegen den 4,1 Milliarden Euro teuren Umbau des Bahnhofs. Der 16-gleisige Kopfbahnhof soll in einen achtgleisigen Durchgangsbahnhof mit kilometerlangen Tunnelstrecken umgebaut werden. Am 14. Juli soll der Belastungstest vorgestellt werden, ob der neue Bahnhof in der Spitzenstunde 30 Prozent mehr Züge abfertigen kann als der bisherige Bahnhof.