Bei der Landtagsnachwahl auf der Ostseeinsel Rügen haben die Grünen ihr landesweit bestes Wahlergebnis in Mecklenburg-Vorpommern erreicht. Die Partei erreichte im Wahlkreis 33, der West-Rügen und die Insel Hiddensee umfasst, 24,8 Prozent der Zweitstimmen. Sie lag damit vor der SPD (22,4) und der CDU (19,0). Die Linkspartei kam mit 18,9 Prozent der Stimmen auf Platz vier, gefolgt von FDP (5,5) und NPD (5,4).

Das Rennen um das Direktmandat entschied der SPD-Politiker Ingulf Donig (25,7 Prozent) vor dem Linke-Kandidaten Andre Schröder (23,5 Prozent) für sich. Der FDP-Spitzenkandidat Gino Leonhard erreichte Platz drei mit 14,9 Prozent der Stimmen.

Die Wahl des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern war auf Rügen um zwei Wochen verschoben worden, weil der CDU-Abgeordnete und Direktkandidat Udo Timm überraschend gestorben war. Die Konsequenzen auf das Endergebnis der Wahl waren am Sonntagabend noch unklar. Es könnte sein, dass die Grünen im Landtag ein weiteres Mandat erhalten und die NPD eines verliert.

Bisher hat die SPD in Mecklenburg-Vorpommern, die mit 35,7 Prozent stärkste Partei wurde, im Schweriner Landtag 28 Abgeordnete, die CDU mit 23,1 Prozent der Stimmen 18, die Linke mit 18,4 Prozent 14 Sitze, die Grünen mit 8,4 Prozent 6 und die NPD mit 6 Prozent 5 Sitze. Die Wahlbeteiligung hatte am 4. September bei 51,4 Prozent gelegen – ein Negativ-Rekord im Land.