Die FDP hat erneut deutlich an Vertrauen verloren. Auf die Frage, ob die Partei die Probleme des Landes zu lösen imstande sei, antwortete in einer repräsentativen Forsa-Umfrage keiner mit Ja. In der Wählersympathie fiel sie auf ihr Rekordtief von zwei Prozent zurück, das sie bereits im September erreicht hatte.

Daran änderte auch die vom der schwarz-gelben Koalition beschlossene Steuersenkung nichts. Die Bürger von Steuern zu entlasten, war ein zentrales Wahlversprechen der Liberalen. Die Bürger allerdings sind mehrheitlich dagegen: Die Forsa-Umfrage ergab, dass selbst 60 Prozent der FDP-Wähler nichts davon halten.

Die Union gewann im wöchentlichen stern-RTL-Wahltrend zum dritten Mal in Folge einen Punkt hinzu. Sie erreicht mit 34 Prozent ihren besten Wert seit acht Monaten.

Die Steigerung hat die Union laut Forsa-Chef Manfred Güllner vor allem Kanzlerin Angela Merkel zu verdanken. "Viele Menschen haben den Eindruck, dass sie in der Euro-Krise ihren Kurs und ihre Rolle gefunden hat", sagte er dem stern. Auch die Kompetenz der Union werde besser bewertet. 22 Prozent der Deutschen sagen, CDU und CSU könnten die Probleme des Landes am ehesten lösen. Der SPD trauen dies zwölf Prozent zu.

In der Wählersympathie verloren die Sozialdemokraten dagegen: Sie sanken im Vergleich zur Vorwoche um 2 Punkte auf 26 Prozent. Den Grünen wollen unverändert 15 Prozent der Wähler ihre Stimme geben. Je 9 Prozent würden sich für die Linke und die Piratenpartei entscheiden, beide legen je einen Punkt zu.