Angesichts des jüngsten Umfrageergebnisses für die FDP sieht Forsa-Chef Manfred Güllner die FDP "zum ersten Mal in ihrer Existenz gefährdet" . In der Vergangenheit hätten ihr jedes Mal Koalitionswechsel zu schaffen gemacht, weil ein Teil ihrer Wähler die Wende verweigerte, sagte Güllner zur neuesten Umfrage, die sein Umfrageinstitut im Auftrag von stern und RTL erstellte. Doch davon habe sie sich stets berappelt. "Dass sie so lange wie jetzt unter fünf Prozent liegt, hatten wir noch nie", sagte der Forsa-Chef.

Die schwarz-gelbe Koalition startet damit in der Wählergunst ohne eigene Mehrheit ins neue Jahr. Die Union erreicht in der Umfrage wie in der Vorwoche 35 Prozent. Vor allem wegen der Schwäche der Liberalen (derzeit drei Prozent) liegen Union und FDP damit rund zehn Punkte unter ihrem Wahlergebnis von 2009, als sie zusammen 48,4 Prozent erzielten.

Die SPD kommt zum Jahresauftakt auf 27 Prozent, einen Punkt weniger als in der Woche zuvor. Die Grünen erzielen erneut 14 Prozent, die Linke verharrt bei acht Prozent. Die Piratenpartei gewinnt einen Punkt und wäre mit acht Prozent im nächsten Bundestag vertreten.

Für die Umfrage wurden vom 27. bis 30. Dezember 2011 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger befragt.