Bei der Integration von Menschen mit ausländischen Wurzeln in Deutschland gibt es Fortschritte, allerdings bleibt noch viel zu tun. Dies geht nach Informationen der Süddeutschen Zeitung aus dem Regierungsbericht zum Fortschritt der Integration hervor, den die zuständige Beauftragte Maria Böhmer ( CDU ) heute vorstellt. Die Studie betrachtet den Zeitraum von 2005 bis 2010.

Beim Thema Schulbildung gibt es demnach eine positive Entwicklung. Migranten bleiben seltener als zuletzt ohne Schulabschluss (4,4 Prozent), was jedoch immer noch doppelt so häufig wie bei den übrigen jungen Erwachsenen ist (1,6 Prozent). Viele arbeitslose Zuwanderer fanden dem Bericht zufolge einen Job . Migranten bleiben aber doppelt so häufig ohne Arbeitseinkommen wie einheimische Deutsche.

Ein eigenes Kapitel des Berichts geht auf das Thema Kriminalität ein. Demnach stehen Ausländer im Verhältnis zu ihrem Anteil an der Bevölkerung häufiger vor Gericht . Auch sind sie bei Gewaltdelikten wie Raub oder Totschlag häufiger vertreten. Die Kriminalstatistik erfasst dabei laut Zeitung nur Bürger mit ausländischem Pass, Migranten mit deutscher Staatsbürgerschaft werden nicht eigens registriert.

Böhmer sagte der Zeitung, die Probleme gerade im Bereich der Kriminalität dürften nicht wegdiskutiert werden. Der gesamte Bericht zeige jedoch, dass die Integration auf dem richtigen Weg sei. In Deutschland leben rund 16 Millionen Menschen aus Zuwandererfamilien.