Inzwischen gibt es neue Vorwürfe gegen Wulff. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtete, Wulff habe sich in seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident mit seiner Frau Bettina von dem Berliner Film-Finanzier David Groenewold zum Münchner Oktoberfest einladen lassen. Dem Magazin liegt dazu nach eigenen Angaben eine Hotelrechnung vor, die Groenewold beglichen habe. Dieser habe damit nach eigener Aussage auch einen Teil der Kosten für die Unterbringung des Ehepaares Wulff übernommen.

Laut Groenewold ging es dabei um den Differenzbetrag zwischen dem, was Wulff bezahlt habe und was das Zimmer tatsächlich gekostet habe. Wulffs Anwalt sagte dem Magazin dazu, sein Mandant habe eine eigene Hotelrechnung bekommen. Was dort aufgeführt worden sei, habe Wulff beglichen und hinterher "gegenüber der Staatskanzlei und der niedersächsischen CDU abgerechnet". Grund dafür sei gewesen, dass Wulff noch weitere Termine in München gehabt habe, sowohl im Amt als auch für die Partei.

Laut Bild am Sonntag ging es bei den Hotelkosten um ein Upgrade für eine Luxussuite im Hotel Bayerischer Hof. Groenewolds Anwalt sagte dem Blatt: "Mein Mandant hat dafür, dass Herr Wulff eine bessere Zimmerkategorie erhält, 200 Euro pro Übernachtung bezahlt. Es waren insgesamt zwei Nächte, also 400 Euro." Von der Übernahme der Kosten habe Wulff jedoch nichts gewusst. Anlass sei gewesen, dass Wulff überraschend mit Frau und Kind angereist sei. Daraufhin habe Groenewold einen Zimmertausch veranlasst, sodass Wulff das größere Zimmer erhielt.