Deutsche Politiker vor allem aus dem konservativen Lager reagierten ebenfalls empört auf das Gedicht. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe sagte: "Ich bin über die Tonlage, über die Ausrichtung dieses Gedichtes entsetzt." Es verkenne völlig die Situation, dass der Iran das Existenzrecht Israels bestreite, den Holocaust leugne und sich internationaler Kontrolle seiner Kernenergiekonzepte verweigere.

Es bestehe kein Zweifel an der grundsätzlichen Einstellung Deutschlands, an der Seite Israels zu stehen – auch im Hinblick auf die deutsche Geschichte, sagte Gröhe. "Und wenn eine Person wie Günter Grass dadurch auffällt, hier offensichtlich nichts gelernt zu haben, dann ist das sehr bedauerlich."

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Ruprecht Polenz ( CDU ), sagte: "Das Gedicht gefällt mir nicht." Grass sei ein großer Schriftsteller. "Aber immer wenn er sich zur Politik äußert, hat er Schwierigkeiten und liegt meist daneben." Diesmal liege er gründlich daneben. Die einseitige Schuldzuweisung an Israel sei falsch. "Das Land, das uns Sorgen bereitet, ist der Iran. Davon lenkt sein Gedicht ab", sagte Polenz. Grass verwechsele Ursache und Wirkung. Er stelle die Dinge auf den Kopf.