Die Bundesgeschäftsführerin der SPD tritt zum 1. Juni von ihrem Amt zurück. In einem internen Schreiben an die Mitarbeiter des Willy-Brandt-Hauses, das ZEIT ONLINE vorliegt, begründete Astrid Klug den Schritt mit persönlichen und familiären Gründen. Damit ist ein wichtiger Posten für die Wahlkampfleitung in der SPD-Zentrale vakant.

Sie wolle mehr Zeit für ihre Familie im Saarland haben, schreibt Klug. "Ich merke: Mein Bedürfnis, meine Familie zu unterstützen, ist nicht wahlkampfkompatibel." Deshalb sei jetzt der richtige Zeitpunkt, rechtzeitig den Weg für eine Wahlkampfaufstellung der SPD frei zu machen.

Klug schreibt, dass sie im November 2009 nach der verlorenen Bundestagswahl in einer für die SPD schwierigen Zeit in die Parteizentrale gekommen sei, im Willy-Brandt-Hause aber viele tolle Menschen kennengelernt habe. Sie wünsche denen und der SPD Kraft, Ideen, Zusammenhalt und politischen Erfolg.

Die 44-Jährige war von 2002 bis 2009 Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Seit 2005 arbeitet sie bereits für Sigmar Gabriel – erst als Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, seit 2009 als Bundesgeschäftsführerin der SPD.