Mehrere Golfstaaten wollen den Kampf der oppositionellen Freien Syrischen Armee mit Millionen von Dollar finanzieren. Allein 100 Millionen Dollar seien den aufständischen Kämpfern für die kommenden drei Monate zugesagt worden, berichtet die New York Times . Demnach soll das Geld als Sold für die Rebellen verwendet werden. Außerdem solle so ein Anreiz für Regierungssoldaten geschaffen werden, ebenfalls zu desertieren und sich den Aufständischen anzuschließen.

Nach Angaben der New York Times stammt das Geld zum größten Teil aus Saudi-Arabien , Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten . Saudi-Arabien tritt auch für die Bewaffnung der syrischen Opposition ein, hat sich damit jedoch bisher nicht durchgesetzt.

Auch die USA wollen die syrische Opposition stärker unterstützen. Dem Bericht nach einigte sich die US-Regierung darauf, technische Kommunikationsmittel bereitzustellen, damit sich die Rebellen besser militärisch organisieren können.

Syrischer Nationalrat offiziell anerkannt

Die Kontaktgruppe der sogenannten Freunde Syriens hatte am Sonntag den Syrischen Nationalrat (SNC) als Dachorganisation der Opposition anerkannt . Der Rat sei "ein legitimer Vertreter aller Syrer", erklärten die Vertreter von 83 Staaten und Organisationen. Der Nationalrat hatte gehofft, auch als einziger Vertreter Syriens anerkannt zu werden und damit international an die Stelle des Regimes in Damaskus zu treten.

Bei dem Treffen wurde zudem eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die die Wirksamkeit von Sanktionen gegen das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad überprüfen soll. Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu sagte zum Abschluss des Treffens in Istanbul , die internationale Gemeinschaft werde eine Fortsetzung der Massaker und Morde in Syrien nicht länger dulden.

Die Istanbuler Konferenz war das zweite Treffen der Freunde Syriens. Ende Februar waren sie erstmals in der tunesischen Hauptstadt Tunis zusammengekommen, um den Druck auf das Assad-Regime zu erhöhen. Fast 10.000 Menschen sind während den seit über einem Jahr andauernden Protesten getötet worden, berichten Menschenrechtsaktivisten.