Die Piratenpartei gewinnt nach ihrem Erfolg im Saarland deutlich an Zustimmung. Im Wahltrend von Stern und RTL steigt die Partei im Bund um fünf Punkte auf nun zwölf Prozent. Damit liegen die Piraten nur noch knapp hinter den Grünen , die einen Punkt auf 13 Punkte verloren.

Forsa-Chef Manfred Güllner zufolge ist das gute Abschneiden der Piratenpartei auf ihren Erfolg im Saarland zurückzuführen, bei der sie mit 7,4 Prozent in den Landtag einzogen. Zulauf erhielten die Piraten dabei von allen Parteien, sagte Güllner dem Stern . "Sie sind keine Klientelpartei, sondern quasi eine Volkspartei im Mini-Format."

Fast alle anderen Parteien verloren der Umfrage zufolge leicht an Zustimmung. Die Union sank um einen Punkt auf 35 Prozent, die SPD verlor ebenfalls einen Punkt auf kam auf 25 Prozent. Die FDP verschlechterte sich auch um einen Punkt auf nun drei Prozent. Nur die Linke lag unverändert bei neun Prozent.

Trotz ihrer Stimmenverluste bekamen die Liberalen Forsa zufolge mit ihrem Nein zu staatlichen Hilfen für die Angestellten der insolventen Drogeriekette Schlecker mehrheitlich Zustimmung in der Bevölkerung. In der Umfrage erklärten 56 Prozent der Befragten, es sei nicht Aufgabe des Staates, die Schlecker-Beschäftigten vor einer Kündigung zu bewahren. Von den liberalen Anhängern vertraten 83 Prozent diese Auffassung.