Beinahe jeder vierte Deutsche findet, dass die Piraten ein Problem mit Rechtsextremismus in den eigenen Reihen haben. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov diese Woche im Auftrag von ZEIT ONLINE durchgeführt hat. 23,4 Prozent der Befragten bejahten ein "Rechtsextremismus-Problem", 43,2 Prozent waren nicht dieser Ansicht. Jeder dritte Befragte (33,5 Prozent) war unentschlossen.

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Männer glauben eher nicht, dass Rechtsextremismus ein Problem bei den Piraten darstellt. Mit 54 Prozent ist eine knappe Mehrheit dieser Ansicht. Bei den Frauen teilt nur jede Dritte diese Meinung (33 Prozent). Fast die Hälfte der befragten Frauen (45 Prozent) hatte hingegen keine klare Meinung zu der Frage nach Rechtsextremismus-Tendenzen, während nur jeder fünfte Mann (22 Prozent) mit "Weiß nicht/keine Angabe" antwortete.

Ost- und Westdeutsche unterscheiden sich in ihrer Einschätzung kaum. 24 Prozent der Westdeutschen und 20 Prozent der Ostdeutschen glauben, dass die Piraten ein Rechtsextremismus-Problem haben. Verneinen tun dies 42 Prozent der Westdeutschen und 49 Prozent der Ostdeutschen.

Ein häufiger Vorwurf der politischen Konkurrenz gegenüber den Piraten ist, dass sie zu einseitig auf die Themen Netzpolitik und Transparenz setzten, diese aber wenig konkret machen würden. Die Befragten sehen das ähnlich. Das thematische Spektrum der Piratenpartei halten 47 Prozent aller Befragten für "zu eng", 23 Prozent sind nicht dieser Ansicht. Drei von zehn Befragten sind bei diesem Thema unentschlossen.

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Eine Mehrheit der Befragten glaubt, dass der Erfolg der Piraten anhalten wird. 60 Prozent aller Befragten sind sich sicher, dass die Partei in den nächsten Bundestag einziehen wird.

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Diese Umfrage wurde in Kooperation mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführt. Sie basiert auf Online-Interviews mit Teilnehmern des YouGov-Panels, das weltweit bereits 2,5 Millionen Mitglieder zählt. Für die vorliegende Umfrage befragte YouGov vom 24. bis 26. April 1.017 Menschen.