Die Bundeswehr bleibt ein weiteres Jahr im Kosovo . Der Bundestag verlängerte den seit 1999 laufenden Einsatz mit großer Mehrheit. 486 Abgeordnete stimmten dafür, 70 dagegen, es gab 8 Enthaltungen. Neben Union und FDP hatten zuvor auch die SPD und mehrheitlich die Grünen ihre Zustimmung angekündigt. Die Linke lehnt den Einsatz als einzige Fraktion ab. 



Aber auch aus den anderen Parteien kam Kritik: Der CDU-Außenpolitiker Peter Beyer warnte vor einer "Dauerpräsenz" der Bundeswehr. Kritisch äußerte sich auch der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold. "Der Einsatz darf nicht zur Routine werden", sagte er. Arnold kritisierte, manche politische Akteure im Kosovo würden die KFor als "fast so etwas wie die Armee oder die Polizei des Kosovo" betrachten. Der Grünen-Verteidigungspolitiker Omid Nouripour warnte vor Stagnation im Kosovo.

Weiterhin sollen bis zu 1.850 deutsche Soldaten in der früheren serbischen Provinz eingesetzt werden. Derzeit sind in der von der Nato geführten internationalen Friedenstruppe KFor rund 6.200 Soldaten im Einsatz. Die Bundeswehr stellt mit etwa 1.300 Soldaten das größte Kontingent. Die Kosovo-Mission ist der längste ununterbrochene Einsatz der Bundeswehr im Ausland. Es ist zudem die zweitgrößte deutsche Auslandsmission nach der in Afghanistan mit 4.700 Soldaten .