Der neue Linkspartei-Chef Bernd Riexinger will nach eigenen Worten nicht Parlamentarier werden. "Ich werde 2013 nicht für den Bundestag kandidieren", sagte er der Berliner Zeitung . "Ich bin jetzt rund um die Uhr für die Partei da".

Der Gewerkschafter aus Stuttgart war auf dem Parteitag am Wochenende zu einem von zwei Parteichefs der Linken gewählt worden. Zusammen mit der ehemaligen Vizechefin wird Riexinger die Linkspartei anführen.

Riexinger setzt jetzt darauf, dass sich die Unruhe in der Partei wieder legt: "Natürlich hat sich auf dem Parteitag vieles zugespitzt . Aber mittlerweile hat sich die Situation wieder beruhigt. Es ist eine Entscheidung gefallen. Und das Wichtigste ist jetzt, dass sie akzeptiert wird und Gräben zugeschüttet werden."

Die neue Führung wolle beweisen, "dass wir zuhören und die verschiedenen Strömungen zu einem Politikentwurf zusammenfassen können". Deutschland brauche eine starke Linke . Dabei werde er insbesondere den Ostdeutschen in der Partei sehr genau zuhören, sagte Riexinger. Schon bald werde es ein Treffen mit den Vorsitzenden der Ost-Landesverbände geben.

Riexinger hatte sich bei seiner Wahl gegen den Ostdeutschen Dietmar Bartsch durchgesetzt, den viele ostdeutsche Mitglieder gern als Vorsitzenden gesehen hätten. Er führt die Partei jetzt gemeinsam mit Katja Kipping, einer in Sachsen aufgewachsenen Politikerin.