Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel ( FDP ) muss nach einem Bericht von Spiegel Online wegen der Teppich-Affäre keine strafrechtlichen Konsequenzen fürchten. Wie das Portal unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet, sehe die Staatsanwaltschaft Potsdam nach einer rund einwöchigen Prüfung keinen Anfangsverdacht auf eine Straftat und wolle deswegen kein formales Ermittlungsverfahren eröffnen. Die Behörde wolle das Ergebnis ihrer Prüfung am Mittwoch offiziell mitteilen. Bis dahin habe ein Sprecher eine Stellungnahme abgelehnt.

Niebel war in die Kritik geraten, nachdem er einen im März privat in Kabul erworbenen Teppich vom Chef des Bundesnachrichtendiensts in dessen Dienstjet nach Deutschland mitbringen ließ. Nach Bekanntwerden des Vorgangs hatte Niebel die Einfuhr des Teppichs Anfang Juni bei den deutschen Behörden zur Nachverzollung angemeldet. Deswegen prüfte die Justiz, ob dies eine versuchte Steuerhinterziehung darstellen könne.