Die öffentlichen Schulden in Deutschland sind 2011 leicht gestiegen. Zum Jahresende 2011 waren Bund, Länder, Gemeinden und die gesetzlichen Sozialversicherungen einschließlich aller Extrahaushalte mit 2,0254 Billionen Euro verschuldet. Das teilte das Statistische Bundesamt mit .

Dies entsprach rechnerisch einer Schuldenlast von 24.771 Euro je Einwohner. Im Vergleich zum Jahresende 2010 stiegen die Schulden des öffentlichen Gesamthaushaltes um 0,7 Prozent.
Der größte Teil der Schulden entfiel mit 1279,6 Milliarden Euro auf den Bund, dessen Schuldenlast im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent zurückging. Die Schulden der Länder stiegen um 2,5 Prozent auf 615,4 Milliarden Euro, die Schulden der Kommunen legten um 4,9 Prozent zu auf 129,6 Milliarden Euro.

Sieben Bundesländer konnten ihren Schuldenstand reduzieren. Den deutlichsten Rückgang verzeichnete mit 10,0 Prozent oder 1,0 Milliarde Euro der Freistaat Sachsen . In neun Ländern wuchsen die Schulden. Hier hatte Hessen prozentual mit 7,3 Prozent oder 3,8 Milliarden Euro den höchsten Anstieg. Die größte absolute Steigerung von 8,6 Milliarden Euro (plus 3,9 Prozent) gab es in Nordrhein-Westfalen .