Die Äußerungen von FDP-Generalsekretär Patrick Döring über SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück werden in den eigenen Reihen heftig kritisiert. Er habe die Äußerung Dörings "ziemlich peinlich" gefunden, sagte der Fraktionschef der FDP im schleswig-holsteinischen Landtag, Wolfgang Kubicki , in der ZDF-Sendung Maybrit Illner .

Döring hatte Steinbrück in der Debatte um Nebentätigkeiten unter anderem eine "knallharte Gewinnermentalität" attestiert und ihm vorgeworfen nicht "mit dem Gen des ehrbaren Kaufmanns" gesegnet zu sein.

"Ich weiß nicht, was er geraucht hat, aber für die Vertreter einer liberalen Partei ist es geradezu unerhört, sich darüber zu äußern, dass jemand für seine Tätigkeiten, in die er ja auch seine Persönlichkeit einbringt, Geld bekommt. Das ist wirklich unglaublich", sagte Kubicki .

Er fände es schön, wenn Döring sich bei Steinbrück öffentlich entschuldigen würde. Es sei "albern" anzunehmen, wer einen bezahlten Vortrag halte, richte sich nach der Meinung des Zuhörenden.

Begonnen hatte der Streit über die Offenlegung von Nebentätigkeiten mit dem Bekanntwerden von Steinbrücks Rednerhonoraren . Dieser hatte mit seinen Nebentätigkeiten mindestens 560.000 Euro verdient. Seitdem fordern Regierungskoalition und Opposition mehr Transparenz vom jeweils anderen. Wie diese Transparenz genau aussehen soll, dazu gibt es noch keine Einigkeit.