Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat erste personelle Vorkehrungen für den Bundestagswahlkampf getroffen: Der frühere Sprecher der Bundes-SPD sowie des Berliner Senats, Michael Donnermeyer ( SPD ), soll sein Sprecher werden. Das bestätigte Donnermeyer dem Handelsblatt .

Donnermeyer war 1998 maßgeblich am erfolgreichen Wahlkampf des SPD-Kanzlerkandidaten Gerhard Schröder beteiligt. Zusammen mit dem heutigen Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig und dem heutigen Kommunikations- und Strategieberater Kajo Wasserhövel organisierte er unter dem damaligen SPD-Bundesgeschäftsführer Franz Müntefering die sogenannte "Kampa" . Nach dem Erfolg der SPD bei der Bundestagswahl am 27. September 1998 wurde Schröder Chef der ersten rot-grünen Regierung auf Bundesebene.

Einem Bericht der Welt zufolge soll Donnermeyer die Wahlkampforganisation zusammen mit Steinbrücks früherem Chef des Leitungsstabes im Bundesfinanzministerium , Heiko Geue, übernehmen. Außerdem will sich Steinbrück demnach von Machnig beraten lassen.

Donnermeyer ist derzeit Geschäftsführer des Informationszentrums Klima, das sich als Kommunikationsplattform großer Energiekonzerne wie RWE , Eon und Vattenfall für die Verbreitung der CCS-Technik einsetzt, also der Abscheidung und unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid. Geue ist derzeit Staatssekretär im sachsen-anhaltinischen Finanzministerium , das von Jens Bullerjahn (SPD) geleitet wird. Zuvor war er unter anderem persönlicher Referent des damaligen Kanzleramtschefs Frank-Walter Steinmeier gewesen.