Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will bei der Bundestagswahl im Herbst ihr Direktmandat in Mecklenburg-Vorpommern verteidigen – und wird dabei von der vorpommerschen CDU-Basis einstimmig unterstützt. Mit allen 174 abgegebenen Stimmen stimmten die Mitglieder für die Kanzlerin als Direktkandidatin des Wahlkreises 15, der die Region Stralsund , Greifswald und Rügen umfasst.

"Jetzt kommen harte Monate", sagte die CDU-Bundesvorsitzende nach dem Votum in Stralsund. "Ich weiß, dass wir einen tollen Wahlkampf hinbekommen werden."

Vor der Nominierung hatte Merkel ein positives Fazit ihrer Bundestagsarbeit gezogen und auf den bevorstehenden Wahlkampf eingestimmt. "Wenn wir jetzt in die Wahlauseinandersetzung gehen, dann müssen wir ganz klar den Menschen auch sagen: Dass ihr nicht so viel mehr in der Tasche habt, wie euch eigentlich zusteht, das habt ihr der SPD und den Grünen zu verdanken", sagte sie in Bezug auf die gescheiterte Abschaffung der kalten Steuerprogression.

Merkel hatte in der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl 1990 den Wahlkreis an der Ostseeküste souverän gewonnen. Ihre Arbeit funktioniere so gut, weil sie sich auf ihre Freunde in der Region verlassen könne, sagte sie. "Ich kann mich hier zu Hause fühlen. Das ist meine politische Heimat." Bei der Bundestagswahl 2009 hatte sich Merkel mit 49,3 Prozent der Erststimmen durchgesetzt.