In Niedersachsen hat die Landtagswahl begonnen. Seit 8.00 Uhr können die 6,1 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben. Die Wahllokale schließen um 18.00 Uhr.

Die Wahl gilt auch als ein wichtiger Stimmungstest für die Bundestagswahl im Herbst. In Niedersachsen regiert seit zehn Jahren eine schwarz-gelbe Koalition, die seit 2010 von Ministerpräsident David McAllister (CDU) angeführt wird. McAllister will das Bündnis mit den Liberalen fortsetzen. Sollte die FDP nicht mehr in den Landtag kommen, ist auch die Zukunft von Bundesparteichef Philipp Rösler offen.

SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil strebt eine Koalition mit den Grünen an. Sollte Rot-Grün den Wechsel schaffen, würde sich auch ein neues Machtverhältnis im Bundesrat ergeben, in dem SPD und Grüne dann eine Mehrheit in der Länderkammer hätten.


Um die 135 Sitze im Landtag bewerben sich 659 Kandidaten. Bei der Wahl vor fünf Jahren hatte die CDU 42,5 Prozent der Stimmen bekommen und war damit stärkste Kraft geworden. Die SPD kam auf 30,1 Prozent, die FDP auf 8,2 Prozent und die Grünen auf 8,0 Prozent. Die Linke schaffte 2008 mit 7,1 Prozent erstmals in Niedersachsen den Sprung ins Parlament.

Alle Parteien hoffen diesmal auf eine höhere Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren: Damals gaben nur 57,1 Prozent der Bürger ihre Stimme ab, so wenig wie nie zuvor bei einer Landtagswahl in Niedersachsen.