Bei der Vergabe der Presseplätze im NSU-Prozess soll es Fehler gegeben haben. Wie die Tagesschau berichtete, landete die Bewerbung des MDR-Hörfunks versehentlich im Korb für die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender. 

Außerdem sei in diesem Topf das Los eines freien WDR-Mitarbeiters gewesen, der zunächst nicht mitbekommen hatte, dass sich die ARD als Pool bewirbt. Als er dies erfuhr, habe er seinen Antrag auf Akkreditierung zurückgezogen, doch seine Bewerbung sei im Loskorb geblieben – und wurde auch gezogen. 

Das Oberlandesgericht München bestätigte den Bericht zunächst nicht. "Wir überprüfen es noch", sagte OLG-Sprecherin Andrea Titz.  Das könne dauern. Wahrscheinlich werde sich das Gericht nicht vor Donnerstag äußern können.

Einige Medien hatten bereits am Dienstag die Prüfung einer Klage gegen das Losverfahren angekündigt. Es ist denkbar, dass der Prozess deswegen erneut verschoben werden muss. Er sollte nach einer ersten Terminverschiebung eigentlich am 6. Mai beginnen.