Die Pläne von SPD und Grünen für Steuererhöhungen schrecken die Wähler offenbar nicht ab: In einer Umfrage des Forsa-Instituts verbesserten sich beide Parteien um jeweils einen Punkt. Die Sozialdemokraten kommen auf 24, die Grünen auf 15 Prozent. Damit liegt Rot-Grün mit insgesamt 39 Prozent noch vier Punkte hinter der schwarz-gelben Regierungskoalition.

Zwei Drittel der Befragten finden die von den Grünen geforderte Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 49 Prozent gut. Die Zustimmung sinkt mit steigendem Gehalt: Von denjenigen, die mehr als 3.000 Euro netto im Monat verdienen, befürworten nur 53 Prozent die Pläne. Nur 27 Prozent der Deutschen wären bereit, mehr Steuern als bisher zu zahlen.

Schwarz-Gelb würde nach derzeitigem Umfragestand kein Bündnis formen können. Die Union liegt unverändert bei 39 Prozent, während die FDP einen Punkt absackt und mit nun vier Punkten den Einzug in den Bundestag verpassen würde. Das bürgerliche Lager aus Union und FDP sei instabil geworden, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner: Die CSU-Gehaltsaffäre und die Diskussion um Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß irritierten die Anhänger.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schadet die Entwicklung aber nicht: Sie lag in der Wählergunst bei 58 Prozent und damit 40 Punkte vor ihrem Herausforderer Peer Steinbrück (SPD).

Bei den anderen Parteien gab es in der Umfrage wenig Bewegung: Die Linke verharrte bei acht Prozent. Der Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) wollen wie in der Vorwoche drei Prozent der Wähler ihre Stimme geben, die Piraten würden nur noch zwei Prozent wählen.