Gute Nachrichten für die Kanzlerin und den Vizekanzler im Bundestagswahlkampf: Die schwarz-gelbe Regierungskoalition liegt nach einer Forsa-Umfrage weiter leicht vor SPD , Grünen und Linkspartei . Laut der Erhebung für den stern -RTL-Wahltrend kommen die Koalitionsparteien auf 46 Prozent, die Oppositionsparteien auf 45 Prozent.

Zwischen den politischen Lagern gibt es damit keine Bewegung.CDU / CSU legen im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt auf 41 Prozent zu, die FDP verliert einen Punkt und kommt nun auf 5 Prozent. Die Werte für die SPD (22 Prozent), Grüne (15 Prozent) und die Linke (8 Prozent) veränderten sich nicht. Die Piratenpartei und die Alternative für Deutschland würden es mit jeweils 2 Prozent nicht in den Bundestag schaffen.


Die SPD kommt nicht aus ihrem Stimmungstief heraus. Weiterhin nur 22 Prozent der Befragten wollen die Sozialdemokraten wählen. Nur acht Prozent trauen der Partei am Ehesten zu, die Probleme des Landes zu lösen. Das sei der geringste Wert seit zwei Jahren, hieß es in der Umfrage.

Steinbrücks Wahlkampfteam kaum bekannt

Eine leichte Verbesserung verzeichneten die Meinungsforscher beim Ansehen von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück . Könnten die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen, würden sich 20 Prozent für ihn entscheiden. Das sind zwei Punkte mehr als im Vergleich zur Vorwoche. 57 Prozent (minus eins) ziehen allerdings die Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor. 23 Prozent wollen keinen von beiden als Kanzler sehen.

Auch das Kompetenzteam Steinbrücks hat bisher nicht den erhofften Erfolg gebracht. Nur 12 Prozent der befragten Bürger gaben an, von irgendeinem Mitglied oder gar mehreren davon schon einmal gehört zu haben. Gerade mal je vier Prozent der Befragten sind die Schweriner Sozialministerin Manuela Schwesig und der Gewerkschaftsboss Klaus Wiesehügel bekannt. Die Frage, ob sie mit den Namen Christiane Krajewski (Bereich Wirtschaft), Yasemin Karakaşoğlu (Bildung und Wissenschaft) oder Oliver Scheytt (Kunst und Kultur) etwas anfangen können, bejahten nur je ein Prozent der Befragten.

Die Umfrageergebnisse von Forsa weichen oft signifikant von denen anderer Institute ab und bilden vor allem die SPD im Vergleich deutlich schwächer ab. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Prozentpunkten. Das Institut befragte zwischen dem 17. und 21. Juni 2.502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.