Verunglückte Bundeswehr-Drohnen haben die deutsche Armee bislang knapp 110 Millionen Euro gekostet. Das bestätigte ein Sprecher von Verteidigungsminister Thomas de Maizière. Damit gab das Ministerium erstmals Kosten an, die der Bundeswehr aus Drohnenverlusten entstanden sind. Seit 2004 seien insgesamt 137 unbemannte Fluggeräte abgestürzt, verschollen oder zerstört worden.

Am stärksten betroffen ist demnach das Modell Luna. Die Bundeswehr verlor bislang 52 Aufklärungsdrohnen dieses Typs, was nach einem Bericht von Spiegel Online einen Schaden von 14,3 Millionen Euro verursacht hat.

Rund die Hälfte der Gesamtkosten gehe aber auf Unfälle der Zielortungsdrohnen vom Typ KZO zurück, schreibt Spiegel Online. Die Verluste von zwei großen Aufklärungsdrohnen des Modells Heron kosteten insgesamt 9,3 Millionen Euro.

Der Großteil der Flugsysteme stürzte während Auslandseinsätzen der Bundeswehr in Afghanistan und im Kosovo ab, 23 Flugsysteme verunglückten dem Ministerium zufolge in Deutschland.