Die SPD will Deutschland nach der Bundestagswahl mit einem Zukunftspakt in Milliardenhöhe modernisieren. Bis zu 80 Milliarden Euro pro Jahr sollen in Verkehrswege, Energie- und Datennetze, neue Wohnungen sowie in Bildung und Pflege gesteckt werden. Das beschloss das Schattenkabinett von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück.

Dem Papier zufolge soll der Pakt von Politik und privaten Investoren Teil einer neuen Wachstumsstrategie werden. Private Fonds sollen sich mit festen Renditen am Ausbau der Stromnetze oder von Breitband-Internetverbindungen beteiligen. Zudem will die Partei wie geplant bis zu 20 Milliarden Euro in die Bildung investieren. Durch die Beitragsanhebung in der Pflegeversicherung um 0,5 Punkte sollen Zehntausende neue Pflegekräfte eingestellt werden.

Zusätzliche Schulden soll der Investitionspakt nicht auslösen. Stattdessen plant die Partei höhere Steuern für Spitzenverdiener. Solide Staatsfinanzen seien ein Eckpfeiler. Ein anderer müssten aber nachhaltige Investitionen zum Wohle künftiger Generationen sein.

"Um diesen Wachstumspfad zu gehen, streben wir eine Erhöhung unserer Zukunftsinvestitionen um 3 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts auf eine Investitionsquote von etwa 20 Prozent an", heißt es in dem Papier. Das seien 80 Milliarden Euro pro Jahr. Pro Kopf und Jahr wären dies rund 1.000 Euro.