Bundestagswahl 2013 live: Die historische Wahlnacht zum Nachlesen

15 Reporter und Redakteure von ZEIT ONLINE haben die seit Jahrzehnten spannendsten politischen Stunden begleitet. Unser Liveblog dokumentiert Wohl und Wehe der Wahlnacht

Dieser Wahlsonntag ist einer der spannenderen in der deutschen Geschichte. Die CDU steht vielleicht vor einem historischen Sieg, die FDP wird voraussichtlich nicht mehr im Bundestag vertreten sein, die junge AfD ist ebenfalls knapp raus.

ZEIT ONLINE  begleitet diesen spannenden Tag mit einem Live-Blog. Gern können Sie uns dabei helfen: Wie haben Sie diesen Wahlkampf erlebt? Wie sehen sie das sich abzeichnende Ergebnis? Ist Ihnen die Entscheidung in der Wahlkabine schwer gefallen? Schreiben Sie uns – entweder ins Kommentarfeld unten oder an diese Mail-Adresse: liveblog@zeit.de.

  • 03:01 Uhr
    Jochen Wegner

    Nun also das vorläufige amtliche Endergebnis:
    Union 41,5%. SPD 25,7%. Die Linke 8,6%. Grüne 8,4%. 
    FDP (4,8%) und AfD (4,7%) werden dem Bundestag nicht angehören.
    Hier finden Sie die genaue Sitzverteilung, hier können Sie die möglichen Koalitionen durchspielen. Danke, dass Sie uns an diesem spannenden Wahlabend begleitet haben.

  • 01:47 Uhr
    Tilman Steffen

    Endlich! Die Wahlkreise sind ausgezählt, das Ergebnis steht fest: Union 41,5 Prozent, SPD 25,7, Linke 8,6. Grüne 8,4, FDP draußen, AfD knapp gescheitert. Vier Sitze fehlen der Union zur absoluten Mehrheit.

  • 01:02 Uhr
    Lenz Jacobsen

    Volker Kauder sollte nicht singen. Und tut es doch. Angela Merkel will nicht tanzen. Und tut es doch. Ihnen wird kaum gefallen, was sie in diesem Video sehen. Aber Sie werden es sich doch ansehen. Die CDU feiert ihren Wahlerfolg, wie nur die CDU feiern kann. Bitte hier entlang!

  • 00:50 Uhr
    Victoria Reith

    Im Wahlkreis Essen III gewinnt der CDU-Kandidat Matthias Hauer mit drei Stimmen Vorsprung vor Petra Hinz von der SPD, 59.043 zu 59.040, das sind 39,5 Prozent für beide.
    Für die CDU gilt heute Abend: Wenn's läuft, dann läuft's.

  • 00:39 Uhr
    Lenz Jacobsen

    FDP-Chef Philipp Rösler hat auch in seinem Wahlkreis ein Desaster erlebt. Er holte in "Hannover-Land 1" nur 2,6 Prozent der Stimmen. Damit landete er nicht nur hinter CDU, SPD und Grünen, sondern auch hinter den Kandidaten der Linken und der AfD.

  • 00:33 Uhr
    Victoria Reith

    Aktuelle ARD-Hochrechnung: Union 41,7%, SPD 25,6%, FDP 4,7%, Linke 8,5%, Grüne 8,4%, AfD 4,7%. Danach kommt die Union auf 296 Sitze. Von der absoluten Mehrheit (300) entfernt sie sich damit weiter.

  • 00:29 Uhr
    Lenz Jacobsen

    Was knapp drei Prozent mehr ausmachen, weil die FDP aus dem Bundestag fliegt: Die SPD wird nach den aktuellen Hochrechnungen 182 Abgeordnete stellen, bisher waren es nur 146. Das entspricht einem Zuwachs von 24,6 Prozent.

  • 00:05 Uhr
    Victoria Reith

    Während der Stimmanteil der FDP im Bund wieder sinkt, je mehr Wahlkreise ausgezählt sind, könnte es in Hessen noch mal spannend werden, weil sowohl die FDP als auch die Linke in der aktuellen ARD-Hochrechnung knapp unter beziehungsweise über 5 Prozent sind: CDU 38,9%, SPD 30,6%, FDP 4,9%, Grüne 11,0%, Linke 5,1%, AfD 3,9%.

  • 23:57 Uhr
    Lisa Caspari

    Immer noch ist völlig unklar, mit wem Angela Merkel regieren kann. Im Konrad-Adenauer-Haus tut der Alkohol langsam sein übriges, Männer mit orangenen CDU-Hüten grölen Unverständliches. Der "Disko-Beat" dröhnt. Parteistrategen haben sich zurückgezogen. Zeit auch für mich, die Zelte abzubrechen.

  • 23:43 Uhr
    Juliane Leopold

    Wer die "Elefantenrunde" (erstmals ohne FDP) verpasst hat: Hier ist sie jetzt online.

  • 23:39 Uhr
    Victoria Reith

    Franz Müntefering geht, Michelle Müntefering zieht in den Bundestag ein. Im Wahlkreis Herne-Bochum II holte die Frau des früheren SPD-Chefs 48,6 Prozent der Stimmen. Ihr Mann kandidierte nicht mehr.

  • 23:20 Uhr
    Victoria Reith

    Zwischendurch mal wieder eine ZDF-Hochrechnung aus Hessen: Union: 39,2% - SPD: 30,9% – FDP: 4,7% – Grüne: 10,7% - Linke: 5,1% – AfD: 4,1%

  • 23:16 Uhr
    Juliane Leopold

    225 der 299 Wahlkreise sind ausgezählt. Hier gibt es die ständig aktualisierte Auswertung beim Bundeswahlleiter, unsere Quelle für die FDP bei 4,97 Prozent bei den Zweitstimmen.

  • 23:09 Uhr
    Markus Horeld

    @Juliane: Immerhin verbindet der grüne Riegel mittendrin doch ganz nett Ost und West. Also Friedrichshain und Kreuzberg.

  • Mehr Beiträge laden
Anzeige

Der ZEIT Stellenmarkt

Jetzt Jobsuche starten und Stellenangebote mit Perspektive entdecken.

Job finden

Kommentare

197 Kommentare Seite 1 von 25 Kommentieren

Gedächtnisschwund

Jetzt habe ich schon wieder etwas vergessen. Ich hatte gerade was zum schmissigen Bild-Titel sagen wollen, und schon ist es wieder weg!
Ich komme also nochmal hierher und finde es nicht.
Außerdem schrieb ich, glaube ich, daß die Grünen wie die Ratten das sinkende Schiff verlassen. Oder war es nicht doch der Kapitän von der Concordia, der hat das ja auch so gemacht? Der hat aber das Schiff ja immerhin vorher noch so ganz sanft an die Küste gelegt. Aber das paßt auch nicht, die Grünen waren ja gar nicht am Steuer, das waren doch die schwarzen häßlichen...
Jetzt hab ich's wieder: Ich habe an ein grünes fettes Krokodil gedacht, das sich vollgefressen aufs Land legt!

Zensur und die Banalität der gedeckelten Pressefreiheit

Bitte vermeiden Sie manipulative Auslassungen von Inhalten. Die Begründungen können Sie bei Ihren Vorgängern nachlesen, denen Sie leider nicht das Wasser reichen können. Die hatten aber mehr als als 1500 Zeichen, um diese komplexen Sachverhalte zu erläutern.

Schämen Sie sich eigentlich gar nicht, Ihren Leser solche Maulkörbe aufzusetzen?

Wir erkennen jedenfalls daran, was Sie sich in Ihrer Redaktion gegenseitig zumuten. Was soll denn das hier sein? Hofberichtserstattung etwa?

Deutschland, du kotzt mich an! (Teil 2)

Wer die deutsche Geschichte seit der Wende erzählen will, der erzählt am besten die Geschichte seiner zwei größten Werften: Blohm und Voss in Hamburg und Neptun in Rostock. Beide haben einst die wichtigen Technologien der Schiffahrt entwickelt, nach der Wende wehrt sich Neptun wie ein Abel gegen Kain, klagt bei dem Kartellgericht gegen Blohm und Voss und gewinnt, erhält aber bald danach ein "Verbot," Schiff zu bauen. Blohm und Voss verscherbelt sich an Saudi-Arabien und macht seitdem keinen Pieps mehr.

O Deutschland Deutschland, wie elend bist du!

Vergesst also nicht, Nicht-Wählen heißt auch, die euch auferlegte Unmündigkeit zu akzeptieren und diese Bande nicht zu legitimieren. Protestbriefe könnt ihr dann schreiben, bevor sie die nächste falsche Entscheidung treffen. Da müßt ihr nicht die nächste Legislaturperiode abwarten, obwohl ihr doch wisst, daß sie euch verarschen werden.